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OVH feiert 20-jähriges Bestehen

OVH feiert 20-jähriges Bestehen

Ein bisschen Schummelei ist beim Feiern dabei. Der Notarvertrag zur Gründung der Omnibus-Verkehrsgesellschaft mbH "Heideland" wurde am 24. Februar 1992 unterzeichnet, gefeiert wurde erst am vergangenen Wochenende.

Oschatz. Von Axel Kaminski

 

 

 

"Das haben wir schon vor zehn und 15 Jahren so gehandhabt. Der Gründungstermin liegt in den Winterferien. Aber wir wollen ja mit allen Mitarbeitern feiern und möglichst nicht bei frostigen Temperaturen", erläutert OVH-Geschäftsführer Joachim Hoffmann.

Grund zum Feiern gibt es. Übernahm die OVH bei ihrer Gründung 87 Mitarbeiter, so sind es jetzt immerhin noch 77. Ein solches Verhältnis gibt es nicht bei jedem durch die Treuhandanstalt privatisierten Unternehmen.

"Seit 2003 ist die Anzahl der Fahrplankilometer und die der Fahrgäste in etwa konstant", stellt der Geschäftsführer fest. Das sei in einer Region, deren Einwohnerzahl nicht stabil geblieben ist, nicht selbstverständlich. Dazu komme, dass der Schwerpunkt bei den Beförderungsleistungen auf dem Schülerverkehr liege. "Dabei hatten wir in unserem Gebiet im Jahr 2000 noch rund 2500 Schüler. Derzeit sind es etwa 1600", umreißt Joachim Hoffmann die Schwierigkeit der Aufgabe.

Eine große Veränderung in der 20-jährigen Firmengeschichte stellt die Gründung des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) dar. "Für die Fahrgäste ist es ein großer Vorteil, mit einem Fahrschein alle Verkehrsmittel im MDV-Gebiet nutzen zu können. Bei uns hat dieser Schritt die Arbeitsabläufe tiefgreifend verändert", kommentiert der OVH-Geschäftsführer diese Umstellung, die im Sommer 2004 erfolgte.

Verbesserungen für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs gab es auch durch die Erneuerung des Oschatzer Bahnhofsvorplatzes und den Bau des Parkplatzes auf der Zschöllauer Seite. "Ich gehe davon aus, dass in diesem Jahr der Neubau des Oschatzer Busbahnhofes beginnt und der Busverkehr damit attraktiver wird", ist Hoffmann optimistisch. Am Dahlener Bahnhof seien diese positiven Veränderungen schon greifbar nahe. Hier dürfte es nur noch wenige Wochen dauern, bis die Wege zwischen Bushaltestelle und Bahnsteig deutlich kürzer werden.

Nicht nur in Bezug auf die Entwicklung der Infrastruktur blickt der OVH-Geschäftsführer mit Zuversicht in die Zukunft: "Wenn die jetzige Schullandschaft stabil bleibt, ist auch das Liniennetz in seiner derzeitigen Konstellation gesichert". Das musste in den vergangenen beiden Jahrzehnten einige Federn lassen. So wird im Bereich Torgau-Oschatz an Sonn- und Feiertagen nur die Linie zwischen diesen beiden Städten betrieben; durch den Reiseverkehr Schulze. Sonnabends würden daneben noch die Stadtverkehre sowie Verbindungen zwischen Oschatz und Mügeln sowie Wermsdorf angeboten. "Das entspricht dem Bedarf, ist das, was wir betriebswirtschaftlich sinnvoll leisten können", erläutert Joachim Hoffmann.

Zu den Höhepunkten in der Betriebsgeschichte des OVH gehörte 1994 die Inbetriebnahme des Betriebshofes an der Dresdener Straße. Zuvor saß die Verwaltung am Oschatzer Busbahnhof. An der Dresdener Straße gab es Reparaturmöglichkeiten und Abstellflächen. Deutlich geändert hat sich auch das Erscheinungsbild des OVH: "Ein Viertel, also 15, unserer Fahrer sind Frauen. Sie sind - wie alle unsere Fahrer - gut ausgebildet und geschult. Unser Personal fährt vorausschauend und ist in all den Jahren zwar gelegentlich in Unfälle verwickelt worden, hat aber nie einen verursacht", sagt Joachim Hoffmann.

"Seinen Erfolg verdankt unser Unternehmen seinen treuen Fahrgästen", bedankt sich der OVH-Geschäftsführer bei seiner Kundschaft.

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