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Oschatz Oberes Döllnitztal: 100 Haushalte müssen Kläranlagen noch auf Bio umstellen
Region Oschatz Oberes Döllnitztal: 100 Haushalte müssen Kläranlagen noch auf Bio umstellen
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Alte Klärgruben müssen durch biologische Kleinkläranlagen ersetzt werden. Quelle: Archiv
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Mügeln

"Auch im Verbandsgebiet ,Oberes Döllnitztal' betrifft das noch etwa 100 Haushalte", wie Cathleen Röber, Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbandes, informiert. Das seien sowohl Indirekteinleiter in die Kanäle des Verbandes als auch Direkteinleiter ins Gewässer. "Der Verband hat im Vorfeld mehrfach intensiv in amtlichen Veröffentlichungen, im Internet und auf einer eigenen Kleinkläranlagenmesse auf die Frist hingewiesen", erinnert Röber. Zudem hätten alle Betroffene ein Schreiben mit dem Hinweis auf die Frist erhalten. "Nach dem Wissen des Verbandes bestehen nun bis Ende des Jahres kaum noch freie Bau- und Lieferkapazitäten."

Zum 1. Januar 2016 erlöschen kraft Gesetzes automatisch alte Wasserrechte sowie gleichartige Genehmigungen für teilbiologische Anlagen. "Wer trotzdem nach Ablauf der Frist Abwasser in ein Gewässer oder in Verbandsanlagen einleitet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und gegebenenfalls sogar eine Straftat", warnt die Verbandsgeschäftsführerin und kündigt an: "Die zuständige Wasserbehörde Eilenburg und der Verband werden ab 1. Januar kostenpflichtige Anordnungen erlassen und eventuell auch Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. Wir können als Verband bis zu 1000 Euro Ordnungsgeld verhängen, die Wasserbehörde sogar bis zu 10.000 Euro", verdeutlicht Röber.

Schließlich sei es gesetzliche Pflicht der Behörde, den Ablauf der Anlagen in Gewässer oder Kanal zwangsweise zu verschließen. Die Kosten dafür tragen laut Röber die Betreiber. "Bis zur Umrüstung nach dem 31. Dezember 2015 sind nur noch abflusslose Sammelgruben mit regelmäßiger Entleerung erlaubt", so Röber weiter. Ausgenommen von dieser Regelung seien Anlagen, die der Verband noch bis 2018 an ein geplantes zentrales Entwässerungsnetz anschließt. Die Geschäftsführerin empfiehlt deshalb allen Säumigen, die ihre Anlagen bis zum vorgegebenen Zeitpunkt nicht mehr umrüsten können, beim Verband umgehend eine Verlängerung zu beantragen. Das sei natürlich mit gewissen Auflagen verbunden.

Weitere Anfragen und Informationen bei Elke Haubold, e.haubold@azvmuegeln.de, Telefon 034362/238410 während der Geschäftszeiten. Infos rund um das Thema im Internet unter www.azvmuegeln.de.

Heinz Großnick

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