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Oschatz Obstland AG Dürrweitzschen feuert Vorstandschef Michael Erlecke
Region Oschatz Obstland AG Dürrweitzschen feuert Vorstandschef Michael Erlecke
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06:00 12.05.2016
Michael Erlecke muss das Unternehmen verlassen. Quelle: Thomas Kube
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Region Oschatz

Kurz vor dem Blütenfest in Dürrweitzschen und dem 25-jährigen Bestehen der Obstland Dürrweitzschen AG kracht es in der Führungsetage des Unternehmens. Die Geschicke der Obstland AG werden nach einer Pause von über vier Jahren wieder von ihrem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Gerd Kalbitz (64) gelenkt. Der bisherige Vorstandschef Michael Erlecke (43) musste das Unternehmen kurzfristig verlassen.

Im Dezember 2011 war Kalbitz offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Seitdem stand er dem Unternehmen im Wirtschaftsbeirat beratend zur Seite. Sein Nachfolger wurde Michael Erlecke, der zuvor als Personalchef im Unternehmen tätig war. Nun kehrt Gerd Kalbitz auf Bitten des Aufsichtsrates zurück, der überraschend für diese Personalveränderung in der Obstland- Führungsetage sorgte. An seine Seite wurde Heiner Hellfritzsch (65) – langjähriges Mitglied der Geschäftsführung bei „Florena“ in Waldheim – als weiterer Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG bestellt.

„Es geht um die Zukunft des Unternehmens. Deshalb musste der Aufsichtsrat eingreifen und diese Entscheidung treffen“, sagt der neue „alte“ Obstland-Chef Kalbitz, ohne konkreter zu werden. Erst am Mittwoch nächster Woche will das Unternehmen die Katze aus dem Sack lassen. Vor dem Festwochenende in Dürrweitzschen will der Vorstand am 18. Mai bei einer Pressekonferenz über die aktuelle wirtschaftliche Situation des Unternehmens informieren.

So viel ist schon jetzt klar: Kalbitz kommt zurück, um gemeinsam mit Hellfritzsch das Unternehmen wieder auf den traditionellen Kurs auszurichten. Denn vom bewährten Kurs schien die Obstland AG unter Erlecke in letzter Zeit abgekommen zu sein. Unverständnis herrschte zuletzt vor allem darüber, dass der jetzt geschasste Vorstandschef das Silber-Jubiläum der 1991 gegründeten AG als eines der erfolgreichsten ostdeutschen Landwirtschaftsunternehmen nicht gebührend in der Öffentlichkeit würdigen wollte. Für Gerd Kalbitz ist das nicht nachvollziehbar: „Die Obstland Dürrweitzschen AG ist ein über drei Landkreise hinweg fest verwurzeltes und traditionsbewusstes Landwirtschaftsunternehmen, das wirtschaftliche Kreisläufe in der Region maßgeblich mitbestimmt.“

Derzeit baut das Unternehmen auf 2310 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche Obst und andere Kulturen an. In den zurückliegenden 25 Jahren wurden 120 Millionen Euro in moderne Kulturbestände, Lagermöglichkeiten und Technik investiert. Weiter ausgebaut wurde die zukunftsträchtige Bio-Schiene, es wurden neue Produkte im Bereich der Fruchtsäfte, Obstweine und -Spirituosen entwickelt, die inzwischen deutschlandweit den Verbrauchern angeboten werden.

Von Bärbel Schumann

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