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Oschatz Oha, die Oschatzer Schüler: Nach den Beton-Künstlern kommen die Sprayer
Region Oschatz Oha, die Oschatzer Schüler: Nach den Beton-Künstlern kommen die Sprayer
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15:58 19.05.2015
Spuren in Beton im Schulpark: Stein für Stein haben die Schüler des Abschlussjahrgangs etwas hinterlassen, das bleiben wird, wenn sie das TMG verlassen. Quelle: D.Hunger
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Oschatz

Von christian kunze

Eine kleine Ausnahme machten die Absolventen des Kunsterziehungskurses von Rosemarie Rochner und Silke Hörügel. In dieser Woche kamen sie noch einmal im Schulpark mit ihren Lehrerinnen zusammen, um auf besondere, ja einmalige Art und Weise von "ihrem" TMG Abschied zu nehmen: Mit dem Abschlussprojekt "Spuren hinterlassen" setzten die Abiturienten ein Denkmal im Park - zusammengefügt aus 53 Einzelteilen. So viele Jungen und Mädchen beteiligten sich daran, informiert Rosemarie Rochner.

Gemeinsam mit dem Betonwerk Oschatz fertigten die jungen Erwachsenen in den zurückliegenden Wochen jeder einen quaderförmigen Betonstein, in dem jeder ein selbst gewähltes Symbol, einen Schriftzug oder ein Bild verewigt hat. Grundlage dafür war ein Linolschnitt, den die Schüler mit Beton ausgegossen haben. Das Material und die Formen dafür stellte das Betonwerk zur Verfügung. Dort konnten die Nachwuchskünstler auch selbst tätig werden und unter fachkundiger Anleitung ihre Steine eigenhändig herstellen. "Hier sind wir gleich auf offene Ohren gestoßen", erinnert sich die Lehrerin.

Am Dienstag war es dann so weit. Die fertigen Steine wurden in einer Rabatte im Schulpark in die Erde gebracht. In Form einer Schnecke haben die Schüler zunächst Erde ausgehoben und in die so entstandene Vertiefung frischen Beton eingefüllt. Bevor dieser fest wurde, drückten sie ihre Steine hinein. "Das ganze soll in den nächsten Tagen noch mit Mineralgemisch verfugt werden - und schon haben wir einen echten Hingucker in unserem Schulpark", freut sich Rosemarie Rochner.

Mit der Aktion "Spuren hinterlassen" schlagen die Initiatoren gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Kurs trägt damit zur Verschönerung des Parks bei und hinterlässt etwas, das lange Bestand hat. "Wenn sie sich in zehn Jahren zum Klassentreffen wieder hier einfinden und den Park aufsuchen, kann jeder überprüfen, ob er sich noch an seinen eigenen Stein erinnert", so Rochner.

Für die Lehrerin ist diese Art der Belebung des Außengeländes am TMG erst der Anfang. "Auf dem gesamten Areal ist noch Platz für viele weitere solcher Initiativen. Die Auswahl der richtigen Ecke ist uns nicht leicht gefallen. Hoffentlich kommen in den nächsten Jahren noch viele dazu."

Weitere Kunstwerke entstehen schon in wenigen Wochen. Beim Kunstcamp im Kloster Sornzig lassen Schüler mehrere Jahrgangsstufen ihrer Kreativität wieder freien Lauf. Und auch die Zusammenarbeit mit dem Betonwerk soll ausgebaut werden. "Wir möchten den Graffiti-Sprühern an unserer Schule die Chance geben, ihrem Hobby nachzugehen. Dafür soll es schon bald eine separate Mauer geben, die farbenfroh gestaltet werden kann", kündigt Rochner an.

Christian Kunze

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