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Ominöser Hohlraum schlägt Loch ins Oschatzer Stadtsäckel

Baugeschehen Ominöser Hohlraum schlägt Loch ins Oschatzer Stadtsäckel

Bei zwei kommunalen Projekten müssen die Oschatzer Stadträte finanziell nachlegen. So erhöhen sich die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen des Hortes Grashüpfer und wird die Sanierung der Sportanlagen für die Härtwigschule teurer als geplant. Hier muss ein unterirdischer Hohlraum kostenaufwendig verfüllt werden.

Der Bau des Hortes Grashüpfer liegt voll im Plan. Allerdings erhöhen sich die Kosten für die Außenanlagen.

Quelle: Hagen Rösner

Oschatz. Die Stadt Oschatz hat es sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr verstärkt in die soziale Infrastruktur zu investieren. Schwerpunkt ist der Hort Grashüpfer. Auf dem Schulcampus entsteht rund um die Robert-Härtwig-Oberschule eine moderne Kinderbetreuungsanlage. Der Kostenpunkt liegt bei 4,2 Millionen Euro.

Bei der vergangenen Stadtratssitzung nahmen die Stadträte zur Kenntnis, dass sich die bisher geplanten Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen am Hort Grashüpfer erhöhen werden. Nach dem jetzigen Stand der Dinge ist mit Mehrkosten in Höhe von rund 400 000 Euro zu rechnen. Dieses Projekt ist finanztechnisch nicht in direktem Zusammenhang mit dem Neubau zu sehen. Die Stadt Oschatz hatte den Neubau des Objektes über das Investitionskraftstärkungsgesetz finanziert. In einem zweiten Schritt sollten über Fördermittel aus dem Stadtumbau Ost der Abriss des alten Horts und die Gestaltung der Außenanlagen bezahlt werden.

„Im Vergleich zur Entwurfsplanung aus dem Jahr 2014 hat sich einiges geändert“, begründet der Oschatzer Bauamtsleiter Michael Voigt. Damit meint er nicht nur die inzwischen in die Höhe geschossenen Kosten für Bauleistungen, sondern auch die Größe des Grundstücks. Die Stadt hat in der Vergangenheit, um das Areal ordentlich zu bewirtschaften zu können, noch Flächen dazu gekauft. „Wir haben extra Flächen im Projekt für Parkplätze vorgesehen, um die angespannte Verkehrssituation in der Bahnhofstraße vor der Bücherwurmschule und der Härtwigschule zu entschärfen“, sagt Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. Nach jetzigem Stand sollen 19 Stellplätze an der Vorwerksgasse gebaut werden.

Über Platzmangel werden sich die Hortkinder im Grashüpfer zumindest nicht beklagen können. Kretschmar verdeutlicht: „Für die etwa 200 Kinder, die betreut werden, ist eine Fläche von 2000 Quadratmetern erforderlich. Wir haben eine Fläche von 6000 Quadratmetern. Das ist gut für die Kinder, schlägt aber in die Kosten für die Außenanlagen durch.“ Ein Bolzplatz im näheren Umfeld des Hortes ist nicht geplant. Hier will man das Kleinspielfeld der Härtwigschule auf der Anhöhe nutzen.

Auch bei einem weiteren Projekt müssen die Oschatzer Stadträte tiefer in die Kasse greifen. Es handelt sich um die Sanierung der Kunststofflaufbahn sowie des Kleinspielfeldes der Härtwigschule. Dabei geht es um Mehrkosten in Höhe von rund 60 000 Euro. Die höheren Kosten haben verschiedene Gründe. Am heftigsten schlägt die Sanierung der Laufbahn zu Buche. Hier laufen rund 45 000 Euro auf. Grund ist die bisher in der Planung nicht berücksichtigte Absenkung des Geländes, das sich in den vergangenen Jahren auf einer Länge von 13 Meter um rund sechs Zentimeter gesetzt hat.

Um die Ursachen zu erkunden, wurde eine Baugrunduntersuchung durchgeführt. Die zeigte, dass sich unter dem Gelände offenbar ein Hohlraum von einem Meter Größe befindet. „Es konnte allerdings noch nicht geklärt werden, um was es sich dabei handelt“, so Bauamtsleiter Voigt. Fakt ist, dass ein Bodenaustausch sowie eine Auffüllung des Hohlraumes unumgänglich sein werden.

Von Hagen Rösner

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