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Oschatz Oschatz: Bauhof und Stadtgärtnerei sind auf Schnee und Eis eingestellt
Region Oschatz Oschatz: Bauhof und Stadtgärtnerei sind auf Schnee und Eis eingestellt
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18:26 28.11.2018
Bauhofmitarbeiter Sven Mark mit dem Unimog U429, der mit einem Keilpflug ausgerüstet ist. Quelle: Frank Hörügel
Oschatz

Am Sonnabend um 4.45 Uhr ist es so weit. Dann liefert der Deutsche Wetterdienst erstmals in dieser Wintersaison die speziellen Wetterdaten für das Stadtgebiet Oschatz. Empfänger ist der kommunale Bauhof. „Die Daten sind sehr detailliert, da können wir uns drauf verlassen“, sagt Bauhofleiter Rolf Prochazka. Bis zum Saisonende am 31. März 20019 wird der Wetterdienst dann täglich seine Daten nach Oschatz senden, die als Richtschnur für die Bauhofmitarbeiter dienen.

Wetter-Service dient als Richtschnur

Erstmals ist dieser Service in dieser Saison für die Kommune kostenlos. „Da sparen wir ein paar Hunderter“, freut sich Prochazka.

Besonders werden er und seine Mitarbeiter auf die Fahrbahntemperaturen von Straßen und Brücken achten. Denn daraus lässt sich die Gefahr von Glätte ableiten. Glatte Straßen stellen sowohl für die Kraftfahrer als auch für die Bauhofmitarbeiter eine besondere Herausforderung dar. Anders als bei einer geschlossenen Schneedecke sind eisglatte Straßen nicht immer rechtzeitig zu erkennen und sorgen für eine erhöhte Unfallgefahr. Wie oft das in diesem Winter der Fall sein wird, kann Bauhofchef Prochazka nicht vorher sagen. „Ich kann mich da auch nur auf die allgemeinen Prognosen stützen. Und danach sieht es so aus, dass es ab Mitte Januar eine längere Winterphase geben soll. Wie genau die aussehen wird, ist aber noch unklar.“

Sechs Mitarbeiter können maximal eingreifen

Auf jeden Fall ist der städtische Bauhof für Eis und Schnee gerüstet. Bis zu sechs Mitarbeiter des Bauhofes und der Stadtgärtnerei können bei Bedarf mobilisiert werden, um die Straßen und Gehwege mit Technik oder per Hand zu beräumen. Ein eigenes und ein angemietetes Winterdienstfahrzeug stehen ebenso bereit wie zwei Transporter, die für die sogenannte Handräumung im Einsatz sind. Damit ist das Schnee schieben oder Streuen per Hand beispielsweise der Treppen am Neumarkt oder der Gehwege an Brücken gemeint. Ebenfalls per Hand werden Bushaltestellen und Ampelübergänge beräumt. Darüber hinaus sichern Schneezäune auf einer Gesamtlänge von 1,2 Kilometer Straßenabschnitte, die Kandidaten für Schneeverwehungen sind: am Trebicer Weg in Oschatz, in Schmorkau am Gänseberg und an der Kreuzung Flurweg, Ortsumfahrung Limbach/Thalheim. Dennoch bleiben zwei Stellen, wo die Kraftfahrer bei Glätte und stärkeren Schneefällen besonders vorsichtig sein sollten – am Trebicer Weg und in der Otto-Lilienthal-Straße im Stadtteil Fliegerhorst. „Diese Straßen liegen relativ frei“, nennt Prochazka den Grund.

Streusalz und Splitt liegen bereit

In den zwei Silos auf dem Gelände des Bauhofes lagern in zwei Silos 120 Tonnen Streusalz und in der Halle 40 Tonnen Splitt für die Gehwege. „Das sollte im Normalfall für die Region Oschatz reichen“, weiß Prochazka aus der Erfahrung vergangener Jahre. Die Salzsilos wurden bereits im Mai aufgefüllt, da zu diesem Zeitpunkt die Preise relativ niedrig sind.

Die Stadt Oschatz ist für das Beräumen von 40 Kilometer Geh- und Radwegen, 80,3 Kilometer Straßen in der Stufe 1 und 2 (siehe Kasten) sowie 91,2 Kilometer Straßen in der Stufe 3 verantwortlich. Bevor Stufe 3 ausgerufen wird, muss es schon ordentlich schneien. Das war zuletzt im Winter 2009/2010 der Fall. Damals mussten die Schneemassen aus der Stadt herausgefahren und auf dem Parkplatz am Finanzamt abgekippt werden.

Auch wenn es in dieser Saison nicht so dicke wie vor neun Jahren kommen sollte, ist bei stärkeren Schneefällen Ärger vorprogrammiert. Dann nämlich, wenn die Anwohner Früh die Fußwege vor ihren Grundstücken frei schaufeln und die Räumfahrzeuge wenig später den Schnee von der Straße wieder auf die Fußwege schieben. „Das wird auch diesmal wieder vorkommen, denn unsere Räumfahrzeuge müssen mit einer bestimmten Geschwindigkeit fahren“, wirbt Bauhofleiter Prochazka um Verständnis bei den betroffenen Anwohnern.

Von Frank Hörügel

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