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Oschatz Oschatz: Erste 40 Asylbewerber sind angekommen
Region Oschatz Oschatz: Erste 40 Asylbewerber sind angekommen
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16:50 10.09.2014
Angelika Stoye Quelle: Manfred Lüttich

"Derzeit ist es so, dass mehr Menschen nach Deutschland kommen, als ursprünglich gedacht. Man braucht nur auf die schwierige internationale Lage in vielen Ländern schauen und die Folgen für die Menschen", so Stoye. Nach einem Schlüssel werden die Asylbewerber auf die einzelnen Bundesländer und dann auf die Landkreise verteilt.

Derzeit leben bereits 692 Asylbewerber in Nordsachsen. Zwei Drittel davon, vor allem Familien, sind in Wohnungen und ein Drittel der Asylsuchenden in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Die Menschen stammen aus Algerien, Indien, Irak, Iran, Ägypten, dem Kosovo, Libanon, Libyen, Pakistan, Syrien, Tunesien, der Türkei, Vietnam, Armenien, der Russische Föderation, Marokko und Mazedonien, wo die politische Lage schwierig ist. Weitere Herkunftsländer sind seit neuestem Eritrea, ein Staat im nordöstlichen Afrika, in dem Menschenrechtsverletzungen den Alltag bestimmen.

In Oschatz ist erst dieser Tage die neue Gemeinschaftunterkunft mit zunächst 20 Bewohnern eröffnet worden. Inzwischen wohnen 40 Personen dort. Die Einrichtung ist für maximal 60 Menschen vorgesehen. "Das ist die Maximalzahl in einer Unterkunft. Größere halten wir für nicht sinnvoll." In Kürze soll die Belegung auf die angestrebten 60 Plätze erhöht werden. "Wir wollten die Prozess schrittweise in Gang setzten. Es gibt keine Probleme. Im Gegenteil, die neuen Bewohner des Heimes haben mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass sie sehr dankbar sind für die Unterkunft", so Angelika Stoye. Inzwischen ist auch die Entscheidung zur Flüchtlingssozialarbeit gefallen. Hier hatte der Landkreis eine öffentliche Ausschreibung auf den Weg gebracht. Den Zuschlag erhielt der DRK-Kresiverband Torgau-Oschatz. "Es wird einen Sozialarbeiter der Heimbetreibergeschellschaft und des DRK geben. Sie stehen den Asylsuchenden zur Seite, wenn es um die Dinge des täglichen Lebens geht", so die Ordnungsdezernentin. Die Stelle des DRK soll künftig aus dem Förderprogramm des Freistaates Sachsen zur Flüchtlingssozialarbeit finanziert werden.

Nordsachsen wird ab 2015 über 1000 Asylbewerbern Unterkünfte zur Verfügung stellen - und das dezentral und möglichst auf die Fläche verteilt. Dass die Suche nach geeignetem Wohnraum alles andere als einfach ist - daraus macht die Ordnungsdezernentin keinen Hehl. "Das ist für uns eine große Herausforderung und mittlerweile ein fortlaufender Prozess." Stoye und ihr Team bauen dabei vorrangig auf die Städte und Gemeinden mit ihren Bürgermeistern an der Spitze und die Stadt- und Gemeinderäte. "Wir stehen in einem engen Kontakt, die Bürgermeister helfen uns bei der Suche nach Wohnungen."

Hagen Rösner

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