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Oschatz Oschatz, Schmannewitz, Luppa, Mügeln: Für jeden Badegeschmack etwas dabei
Region Oschatz Oschatz, Schmannewitz, Luppa, Mügeln: Für jeden Badegeschmack etwas dabei
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06:00 27.07.2018
Spaß an der Rutsche im Oschatzer Platschbad. Quelle: Christian Neffe
Region Oschatz

Der Supersommer sorgt in den vier Freibädern der Region Oschatz für regen Andrang. Vom Partypool bis zum entspannten Strandausflug wird für jeden etwas geboten. Die OAZ hat sich umgesehen und Impressionen gesammelt.

Das Platschbad in Oschatz

Wer im Platschbad nach Ruhe und Erholung sucht, der wird wohl nur in der Saunalandschaft fündig. Im Außenbereich herrscht nämlich ausgelassene Stimmung. Für die zeichnen vor allem die Kinder und Jugendlichen verantwortlich, die ihre Ferien hier verbringen.

Egal ob Rutsche, Wasserball oder 5-Meter-Turm: Das Platsch gleicht dieser Tage einem Party-Pool – minus der wummernde Musik. Zwar ist es sowohl rund um das Hauptbecken als auch darin wegen des geschäftigen Treibens alles andere als geräumig. Doch wenn man sich ein wenig vom kühlen Pool entfernt, dann findet man auch hier problemlos ein kleines, grünes Fleckchen, auf dem man es sich bequem machen kann.

Spaß an der Rutsche im Oschatzer Platschbad. Quelle: Christian Neffe

Dass man mit dieser Formel Erfolg haben kann, zeigt ein Blick auf die Besucherzahlen: „Vom 1. Juni bis zum 25. Juli konnten wir wegen des fast durchgängig tropischen Wetters 7065 Gäste im Freibad begrüßen – im Vorjahreszeitraum waren es nur 3897“, informiert Jörg Bringewald, Geschäftsführer der Oschatzer Freizeitstätten GmbH. Ob das aber auch ausschließlich am Wetter liegt, darf man bezweifeln...

In den kommenden Wochen versprechen zwei Events noch mehr Partystimmung: Am 18. und 19. August lädt das Platsch zum Beachvolleyballturnier ein, am 24. August folgt die große Beach-Party.

Das Waldbad Schmannewitz

„So eine Saison gab es seit 15 Jahren nicht mehr“, konstatiert Harald Kutsche. Der Pächter des Waldbades Schmannewitz freut sich dank des fantastischen Sommerwetters über so viele Gäste und so viele verkaufte Jahreskarten wie seit langer, langer Zeit nicht mehr.

Das Waldbad Schmannewitz hat viel zu bieten für Groß und Klein. Quelle: Christian Neffe

Im Waldbad herrscht reges Treiben, im Wasser tummeln sich vor allem die Jüngeren, während ihre Eltern wahlweise ein Bad in der Sonne oder ein wenig Abkühlung im Schatten genießen. Dank zahlreicher Bäume findet der geneigte Gast selbst bei größtem Andrang noch immer ein sonnengeschütztes Plätzchen.

Besonders beliebt beim Nachwuchs sind die Rutsche sowie ein nagelneues Wassertier: ein fünf Meter langer, aufblasbarer Delfin. Sollte der nicht tierisch genug sein, kann man sich am Anblick der Enten erfreuen, die vereinzelt im Wasser herumschwimmen.

Ein fünf Meter langer aufblasbarer Delfin ist das neue Highlight im Waldbad Schmannewitz. Quelle: Christian Neffe

Leichte Sorgen bereitet Kutsche indes der Wasserstand: Aufgrund der Hitze fehlen bereits 45 Zentimeter, weshalb der 3-Meter-Turm gesperrt werden musste. Die Wasserqualität sei nichtsdestotrotz optimal.

Das Naturbad Luppa

Auf den ersten Blick hat das Naturbad Luppa recht wenig für seine Gäste zu bieten: Einen Sprungturm oder eine große, gewundene Rutsche sucht man hier vergebens. Dafür punktet das Freibad mit zwei anderen, sogar noch viel wichtigeren Dingen: einem großen Sandstrand und einer riesigen Wasserfläche.

Entspannung pur im Naturbad Luppa. Quelle: Christian Neffe

Ersterer eignet sich bestens für Beachvolleyball oder fürs Matschburgen-Bauen und ist dank der Pflege von Jörg Staudt, der ihn jeden Morgen mit einer Egge durchpflügt, deutlich weicher, als man das gemeinhin kennt. Letztere bietet sich für entspannte Touren mit dem Tretboot, einem Kayak oder fürs Stand-Up-Paddling an. Die dafür nötige Ausrüstung kann bei Staudt für einen schmalen Taler ausgeliehen werden.

Zudem laden eine aufblasbare Rutsche und Seenotrettungsinseln, die Staudt quasi zweckentfremdet hat, zum Klettern und Planschen ein. Selbst bei größtem Andrang bietet das Bad ausreichend Freifläche und Ruhe. „Der Besucherstrom ist nicht außergewöhnlich stark, aber beständig gut“, resümiert Staudt nach der Hälfte der Ferien. Großer Beliebtheit erfreue sich auch der FKK-Bereich – immerhin der einzige in der Region.

Natur und Ruhe genießen im Naturbad Luppa. Quelle: Christian Neffe

Das Stadtbad Mügeln

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“, fragte Rudi Carrell 1975. Laut Klemens Paulin ist nun endlich eine Antwort darauf gefunden: 2018. „Von 26 Julitagen waren bisher 23 Badetage“, sagt der Bademeister. „Und es sieht so aus, als würden es bis Monatsende 28 werden.“

Der Sprungbereich im Stadtbad Mügeln. Quelle: Christian Neffe

Schon Minuten vor der offiziellen Öffnung um 10 Uhr tummeln sich im Mügelner Stadtbad dank des „Frühschwimmer“-Angebots rund 30 Gäste – bis zum Nachmittag wächst ihre Anzahl auf mehr als 500 an. „Das ist seit zwei Wochen Normalzustand bei uns“, sagt Paulin.

Seine Gäste kommen nicht nur aus der unmittelbaren Region, sondern auch aus Döbeln oder Leipzig bis nach Mügeln gefahren. Beliebt sei das Bad vor allem bei Familien. Denn dank des großen Nichtschwimmerbereichs können hier auch die kleinsten bedenkenlos plantschen. Und für die Schwimmer bietet die 50-Meter-Bahn die ideale Gelegenheit, sich körperlich auszupowern.

Reger Betrieb im Stadtbad Mügeln. Quelle: Christian Neffe

Klein und Groß können sich zudem an der Rutsche und im Sprungbereich austoben. Das Becken ist dabei trotz aller Geschäftigkeit niemals überfüllt – ebenso wie die Wiese, die sich um den Pool erstreckt. Aber auch in Mügeln hat man mit Wasserverlust infolge der Hitze zu knabbern: Rund zwei bis drei Zentimeter würden täglich verdunsten, jeder Gast trage zudem rund einen Liter aus dem Becken. Die gute Laune lassen sich Paulin und die Gäste dadurch aber nicht vermiesen – dafür ist das Wetter einfach zu gut.

Von Christian Neffe

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