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Oschatz Oschatz: Turnierleiter Falk Zschäbitz ins Krankenhaus geprügelt
Region Oschatz Oschatz: Turnierleiter Falk Zschäbitz ins Krankenhaus geprügelt
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11:59 15.03.2018
Falk Zschäbitz Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Nordsachsen

 Blankes Entsetzen herrscht seit dem vergangenen Wochenende beim Nordsächsischen Fußballverband (NFV). Turnierleiter Falk Zschäbitz wurde während der Kreismeisterschafts-Endrunde der F-Junioren in der Oschatzer Döllnitztalsporthalle am Sonnabend von zwei Männern brutal zusammengeschlagen und liegt mit einer Gehirnerschütterung und weiteren Verletzungen im Krankenhaus.

NFV-Vorstand schockiert

NFV-Vorstandsmitglied Lothar Forstner war schockiert, als er am Sonntagmittag von den Vorfällen erfuhr: „Ich bin erschüttert. Das Ehrenamt wird immer mehr beschädigt. Unsere allgemeinen gesellschaftlichen Probleme explodieren jetzt auch immer mehr im Fußball.“ Der Verband müsse ein Exempel statuieren, um seine Offiziellen besser zu schützen. „Wir müssen jetzt streng durchgreifen, Gewalt wird langsam zum Hobby.“

Mutter eines Spielers beleidigt Schiedsrichter

Die NFV-Verantwortlichen schildern den Übergriff in Oschatz folgendermaßen: Die Mutter eines Spielers, die Kinder der F-Jugend sind zwischen sechs und sieben Jahre alt, habe im gesamten Turnierverlauf die Schiedsrichter massiv beleidigt. Als sie auch nach mehrfacher Aufforderung dies zu unterlassen, nicht reagiert habe, machten die Organisatoren von ihrem Hausrecht Gebrauch und verwiesen die Frau der Halle. Dabei fielen offenbar von beiden Seiten deftige Worte. Als Zschäbitz die Frau nach draußen führen wollte, sei er noch in der Halle von zwei männlichen Zuschauern angegriffen worden. Notarzt und Polizei wurden verständigt und Zschäbitz umgehend ins Krankenhaus eingeliefert. Inzwischen hat er Strafanzeige gestellt.

Härtere Strafen gefordert

Der Nordsächsische Fußballverband seinerseits kann gegen die Täter nur Maßnahmen ergreifen, wenn sie Mitglied eines im NFV organisierten Vereins sind. Dann würde ein Sportgerichtsverfahren angestrengt, so Forstner: „Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass wir in solchen Fällen endlich mit einem härteren Strafmaß reagieren müssen.“ Am Donnerstag tagt der Vorstand des NFV turnusmäßig. Das Thema Gewalt gegen Offizielle und wie man diese besser schützen kann, dürfte kurzfristig ganz nach oben auf der Agenda rücken.

Falk Zschäbitz ist im Verband für die Organisation beinahe sämtlicher Nachwuchs-Hallenturniere verantwortlich, persönliche Konsequenzen sind nicht ausgeschlossen. „Wenn er uns wegbricht, wäre das eine Katastrophe“, sagt NFV-Pressesprecher Christian Mörschke.

Negativer Höhepunkt

Die Attacke gegen Zschäbitz ist dabei nur der negative Höhepunkt einer Spirale, die sich ansonsten meist an den Unparteiischen entlädt. Neben Beleidigungen käme es auch immer öfter zu tätlichen Übergriffen, so Forstner, der Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses ist und die Entwicklung mit Sorge betrachtet: „Die Nachwuchs-Schiedsrichter, die wir neu ausbilden, hören oft schon nach zwei, drei Spielen auf, weil sie derart angegangen werden.“

Von Johannes David

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