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Oschatz Oschatz baut neue Grundschule – aber bitte nicht nach Plänen der Dänen
Region Oschatz Oschatz baut neue Grundschule – aber bitte nicht nach Plänen der Dänen
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15:00 26.08.2018
Bei ihrem Plan für die neue Oschatzer Grundschule ist Vorsicht geboten. Die Olsenbande. Quelle: MDR/Degeto
Oschatz

Die fünf Lose für die Planung der neuen Grundschule in Oschatz-West werden europaweit ausgeschrieben. Klingt komisch, ist aber so. Wenn so viel Geld verbaut wird – zehn Millionen Euro sind veranschlagt – soll schon beim Entwurf auf dem Papier der Wettbewerb ordentlich angekurbelt werden. Die Zahl der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union macht die Ausschreibung zum Lottospiel. Wir ziehen mal 4 aus 28 – viel Glück!

Gesetzt den Fall, Niederländer erhalten den Zuschlag, dann profitieren die Naturfreunde unter den Schülern und bei langjährigen Pädagogen werden Erinnerungen wach. Wenn rund um die neue Schule Beete für Tulpen und Tomaten vorgesehen sind, erlebt der Schulgarten in Oschatz endlich seine Renaissance.

Entspannte, gesunde, nicht ständig „Hitzefrei“ fordernde Grundschüler garantiert die Vergabe an finnische Planer. Das Land der Schwitzhütten eröffnet im Ganztagsangebot (GTA) neue Möglichkeiten. Der Besuch der Sauna im Grundschulkeller wird Standard und die Abkürzung „GTA“ findet mit ihrer neuen Bedeutung Eingang in die Jugendsprache: „Geh Transpirieren, Alter!“

Tierfreunde favorisieren indes eine Vergabe nach Schweden. Denn die rothaarige Architektin der dortigen Firma „PL PL – PlanungsLeistungen Pippi Langstrumpf“ entwirft eine Villa Kunterbunt mit genug Platz für Äffchen und Pferd. Ein großer Nachteil dieses Bieters sind jedoch unvorhergesehene Kostensteigerungen im Nachhinein („Jeder, der uns mag, kriegt unser Einmaleins gelehrt“).

Vorsicht geboten ist bei Angeboten aus Dänemark. Bewirbt sich das Ingenieurbüro „Olsen und Partner“ mit den Mitarbeitern Egon, Benny und Kjeld, deren Slogan lautet „Wir haben einen Plan“, dann sollte die Stadt die Finger davon lassen.

Von Christian Kunze

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