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Oschatz Oschatz blitzt Nordsachsen aus
Region Oschatz Oschatz blitzt Nordsachsen aus
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18:04 02.04.2012
Klein und effektiv: Das Messgerät Leivtech XV3 überwacht die Geschwindigkeit an der B 6 in der Nähe des Abzweiges nach Merkwitz. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz/Torgau

Anfang 2010 bekam Oschatz die Chance, die Geschwindigkeitsüberwachung im Stadtgebiet zu übernehmen - und packte die Gelegenheit beim Schopf. Der Freistaat hatte diese Aufgabe allen Kommunen mit mehr als 10 000 Einwohnern übertragen. Die Stadtverwaltung beauftragte die Gesellschaft für Kommunale Verkehrstechnik Zirndorf mit der Geschwindigkeitsüberwachung. Seitdem blitzt ein hochmodernes Gerät - Leivtech XV3 - die Temposünder. Die Kamera ist nicht größer als ein Schuhkarton und für Schnellfahrer meist erst zu erkennen, wenn es zu spät ist. Im Vorjahr waren die Profi-Blitzer laut Stadtverwaltung an 51 Tagen im Einsatz. In Oschatz gibt es 31 verschiedene Messstellen.

Der Mini-Blitzer soll laut Stadtverwaltung der Verkehrserziehung dienen, bringt der Stadt aber keine zusätzlichen Einnahmen. Im Gegenteil: "Die Verkehrsüberwachung ist weiter ein Zuschussgeschäft", sagte Finanzbeigeordneter Jörg Bringewald bei der Verabschiedung des Nachtragshaushaltes 2012. Den jährlichen Zuschussbedarf bezifferte er auf rund 6000 Euro.

Seit Mitte Januar müssen sich Oschatzer Kraftfahrer auch außerhalb ihrer Heimatstadt vor dem Laserblitzer Leivtech XV3 in Acht nehmen. Der Landkreis Nordsachsen hat sich für 60 000 Euro so ein Gerät angeschafft und setzt es an 300 Messpunkten an nordsächsischen Straßen ein. Der Landkreis-Messbedienstete Siegmar Padrock ist begeistert: "Wir können das Gerät vor Ort schneller aufbauen und müssen keine Ausrichtung und Einmessung mehr vornehmen." Außerdem sei das Kameraobjektiv lichtstark, so dass tagsüber kein Blitz verwendet werden müsse, der Autofahrer also nicht mehr mitbekommt, wenn er geblitzt wird. Neu ist, dass der Landkreis nun auch an schwer zugänglichen Stellen blitzen kann. "Jetzt sind auch an Kurven und unübersichtlichen Gefahrenstellen Messungen möglich, so dass der Auftrag, für öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen, gewährleistet ist", sagt Landkreis-Sprecher Rayk Bergner.

Laut Evelin Oppermann, Sachgebietsleiterin Zentrale Bußgeldstelle beim Landratsamt, gehe es um Prävention. Das Gerät solle deshalb vor allem dort eingesetzt werden, wo die Unfallgefahr groß und das Verkehrsaufkommen hoch seien. Nicht zuletzt kann der Landkreis aber auch auf höhere Einnahmen hoffen, da das kleine Messgerät nur schwer zu erkennen ist. Die alten Messgeräte bescherten Nordsachsen 2011 Einnahmen in Höhe von 800 000 Euro.

Frank Hörügel/Nico Fliegner

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