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Oschatz Oschatz ein Jahr am Netz: S-Bahn macht nur nachts das Rennen
Region Oschatz Oschatz ein Jahr am Netz: S-Bahn macht nur nachts das Rennen
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17:54 12.12.2014
Die S-Bahn rollt in Oschatz ein. Quelle: Dirk Hunger
oschatz/Leipzig

von frank hörügel

Der silberfarbene Zug macht in Oschatz zwar nur in den späten Abend- und den frühen Morgenstunden Station, ist aber dennoch ein Gewinn für die Bahnreisenden.

Wenn es irgendwie geht, fährt Albert Pfeilsticker mit der Bahn. Der Stadt- und Kreisrat (CDU) aus Oschatz hat dabei beobachtet, dass die Reisenden ab Oschatz und Dahlen dem Regionalexpress der S-Bahn vorziehen. Der Grund liegt auf der Hand. "Der Regionalexpress Saxonia von Dresden nach Leipzig mit einer Fahrzeit zwischen 34 und 37 Minuten ab Oschatz und 30 Minuten ab Dahlen ist gegenüber einer Stunde mit der S-Bahn das deutlich schnellerere Schienenverkehrsmittel", so Pfeilsticker. Richtig Zeit lasse sich aber mit dem City-Tunnel sparen, sagt der Oschatzer. Beim Umsteigen in Richtung Altenburg, Borna, Zwickau oder innerstädtisch in Leipzig könnten erhebliche Zeitvorteile von über 20 Minuten pro Richtung erzielt werden.

Für die Berufspendler aus der Region, die von Oschatz oder Dahlen aus nach Leipzig zur Arbeit fahren, kam die Anbindung ans S-Bahn-Netz wie gerufen. "Unbestritten ist, dass die verbesserte Anbindung die Region mit ihren Menschen näher an den Wachstumsmarkt Leipzig heranbringt", schätzt die Leiterin der Arbeitsagentur Oschatz, Cordula Hartrampf-Hirschberg, ein. Ist die verbesserte Anbindung auch für Langzeitarbeitslose aus der Region Oschatz ein Anreiz, nach Leipzig zu pendeln? "Das muss man differenziert betrachten. Es gibt mittlerweile verstärkt Jobangebote in der Region. Wenn dennoch eine Strecke von der Wohnung bis zur Arbeit zurückzulegen ist, kommt es vor allem auf die Lage und Verteilung der Arbeitszeit an", so Hartrampf-Hirschberg.

Hermes Schade aus dem Oschatzer Stadtteil Mannschatz studiert in Leipzig Lehramt. Seit Oktober kann er mit seinem Semesterticket kostengünstig im gesamten Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) unterwegs sein. Wenn Hermes Schade zwischen seinem Studien- und Heimatort pendelt, nutzt der 27-Jährige meist den schnellen Regionalexpress. Die S-Bahn kommt für ihn nur in den Nachtstunden in Frage. "Ich finde das angenehm für die Nacht. Wenn ich in Leipzig mal länger feiere, dann weiß ich: Mit der S-Bahn komme ich auf jeden Fall noch nach Hause."

© Kommentar

Frank Hörügel

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