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Oschatz Oschatz hält am grauen Stromkasten neben der Postmeilensäule fest
Region Oschatz Oschatz hält am grauen Stromkasten neben der Postmeilensäule fest
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00:21 02.10.2017
Blick vom Leuschner-Platz auf das Neue Rathaus in Leipzig. Auf dem Stromkasten im Vordergrund ist das Rathaus im Jahr 1903 zu sehen. Quelle: Foto: Frank Hörügel
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OAZ-Leser Jürgen Albrecht hatte den Stein ins Rollen gebracht. Der Stein hat sich seitdem ein Stück bewegt, doch jetzt ist der Schwung raus. Der Anblick der attraktiv gestalteten Fläche rund um die Postdistanzsäule an der Brüderstraße wird auch künftig durch einen grauen Elektro-Schaltkasten getrübt. Auf die farbenfrohe Gestaltung solcher Kästen, wie sie beispielsweise in Leipzig das Stadtbild auflockert, legt die Stadt Oschatz keinen Wert.

Doch der Reihe nach: Die Fläche, auf der die Postdistanzsäule im September 2014 aufgestellt wurde, hatte von Anfang an zwei optische Makel – den grauen Stromkasten und eine Metallsäule mit Hinweisschildern auf die Wasserversorgung. OAZ-Leser Jürgen Albrecht hatte angeregt, die beiden störenden Elemente versetzen zu lassen (wir berichteten). Der zuständige Trinkwasserversorger Oewa reagierte prompt. Ende Juli wurde die Metallsäule mit den Wasser-Schildern auf eine Fläche außerhalb des Grundstücks mit der Postdistanzsäule versetzt.

Hohe Kosten für Versetzung des Verteilerkastens

Und wie geht es mit dem grauen Stromkasten weiter? „Die Postmeilensäule ist eine private Initiative und deshalb sollen die hohen Kosten für die Versetzung des Verteilerkastens für unsere Straßenbeleuchtung nicht aufgewendet werden“, teilte Anja Seidel, Pressesprecherin der Stadt Oschatz, auf Anfrage mit. Private Initiative heißt, dass die Säule damals zu einem Großteil von der Stiftung der Sparkasse Leipzig für die Region Torgau-Oschatz bezahlt wurde. Aber auch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar engagierte sich finanziell. Das Geld, das er zu seinem 50. Geburtstag geschenkt bekommen hatte, floss in das Projekt Postsäule.

Eine preisgünstige Alternative zum kostenintensiven Versetzen des Stromkastens könnte das farbenfrohe Aufhübschen der technischen Anlage sein. Die Stadt Leipzig macht vor, wie das aussehen kann. Auf dem Leuschner-Platz steht zum Beispiel so ein Kasten, der eine Ansicht des Neuen Rathauses aus dem Jahr 1903 zeigt. Dahinter ist das echte Rathaus zu sehen. Auch gegenüber des Osteingangs zum Hauptbahnhof wurde ein Elektrokasten mit dem Motiv der dahinter liegenden bunten Blumenwiese verziert. „Wir machen das selbst oder wenn Bürger mit diesem Wunsch auf uns zukommen“, sagt Nicole Rühl, Pressesprecherin der Stadtwerke Leipzig. Damit solle nicht nur ein attraktiverer Anblick geschaffen, sondern auch etwas zur Vorbeugung gegen Graffiti-Schmierereien geleistet werden. Falls Bürger den Wunsch äußerten, dass Stromkästen in ihrem Umfeld bemalt werden sollten, müssten sie den Stadtwerken ihre Gestaltungsidee vorlegen. „Und wir schauen dann, ob das geht“, so Nicole Rühl.

Keine Veränderung geplant

Kommt diese Variante auch für das Grundstück mit der Postdistanzsäule an der Oschatzer Brüderstraße in Frage? „Eine bunte Gestaltung würde in unseren Augen von der historischen und attraktiven Postmeilensäule ablenken. Deshalb werden wir an dieser Stelle keine weitere Veränderung vornehmen“, so Stadtsprecherin Anja Seidel.

Von Frank Hörügel

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