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Oschatz kämpft wieder gegen die Schlaglöcher

Straßenbau Oschatz kämpft wieder gegen die Schlaglöcher

Der Frühling kehrt ein. Stadt und Landkreis haben nun die Schäden erfasst, die Winter an den Straßen hinterlassen hat – die Arbeiten laufen bereits. Die Hauptschwerpunkte im Überblick.

Die Straßenmeisterei Oschatz kümmert sich derzeit fleißig um die Beseitigung der Winterschäden. Hier flickt Loris Heinze einen Riss im Asphalt am Miltitzplatz.

Quelle: Christian Neffe

Oschatz/Collm-Region. Der Winter hinterlässt seine Spuren – nicht nur in der Natur, sondern auch an und auf den Straßen. Jahr um Jahr reißen Kälte und Frost Risse und Schlaglöcher in den Asphalt – mal größer, mal kleiner. Nun, da der Frühling sowohl kalendarisch als auch wettertechnisch begonnen hat, kümmern sich Kommunen und Landratsamt um die Erfassung und die Reparatur der Straßenschäden.

Kommunale Straßen

Für die Oschatzer Gemeindestraßen ist das hiesige Bauamt verantwortlich. Wie Amtsleiter Michael Voigt auf Anfrage mitteilt, werden sämtliche Schäden zunächst nach Dringlichkeit geordnet. Als „dringend“ eingestufte Reparaturmaßnahmen erfolgen noch im laufenden Jahr und beanspruchen in 2017 Kosten von voraussichtlich 267 500 Euro. Mehr als die Hälfte davon – 137 000 Euro – fällt für die Baumaßnahmen wegen Winterschäden an.

Den Löwenanteil davon nimmt der Einsatz von Heißbitumen ein, das bei notwendigen Eingriffen in die Straßenstruktur, beispielsweise Brüchen oder Höhenanpassungen, Verwendung findet. Diese Arbeiten sind zeitnah in der Forststraße, auf dem Flurweg sowie in der Otto-Lilienthal-Straße in Höhe Am Forsthaus geplant.

Den zweitgrößten Anteil macht die Behandlung mit Spezialemulsion im Kalteinbau aus. Eine zeitsparende, zugleich aber recht teure Maßnahme, die in diesem Jahr auf 2000 Quadratmetern der Döllnitzhöhe sowie auf 1500 Flächenmetern des Striesaer Wegs zum Einsatz kommt. Zahlreiche weitere Oschatzer Straßen werden zumindest teilweise mit dieser Technik behandelt.

Eine ausführliche Oberflächenbehandlung bekommen dieses Jahr die Gabelsberger Straße, die anliegende Gelbrichtstraße sowie die Kantstraße. Auch hier sind größere Schäden im Winter entstanden.

Zuletzt werden auch zahlreiche Fugen und Risse geflickt, vornehmlich im Stadtteil Fliegerhorst.

Aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel sowie der Tatsache, dass der Straßenverkehr gewährleistet werden muss, können viele Schäden nur provisorisch behoben werden. Das Problem: Dabei entstehen stets weitere Nähte. „Das heißt: Mit jeder Aufgrabung summieren sich zukünftige Schwachstellen“, so Michael Voigt. Immerhin gibt es finanzielle Unterstützung durch das Land: „Die Zuwendungen des Freistaates zur Beseitigung von Winterschäden an kommunalen Straßen erlaubten in den letzten Jahren flächige und damit nachhaltigere Oberflächensanierungen. Zusätzlich konnten auch viele Maßnahmen über Eigenmittel der Stadt und ab 2016 auch über die Instandsetzungs- und Erneuerungspauschale des Landes realisiert werden.“ Das Schadensniveau liegt laut Voigt deshalb auf Vorjahresniveau.

Kreis- und Staatsstraßen

Im Gegensatz dazu haben die Schäden an Kreis- und Staatsstraßen stark zugenommen. Uwe Schmidt, Amtsleiter des Straßenbauamts Nordsachsen, teilt mit, dass rund zehn Prozent der Straßenlänge in der Collm-Region von leichten, mittleren und schweren Schäden betroffen sind. „Wir gehen davon aus, dass dies etwa einer Verdoppelung der Schäden des letzten Jahres entspricht.“ Zwar ist der Landkreis gesetzlich nur für Kreisstraßen verantwortlich, das Straßenbauamt Nordsachsen hat zugleich aber auch Bilanz über die Schäden an den Staatsstraßen übernommen. Die diesjährigen Schwerpunkte sind:

Die S 28 in Bornitz (Friedensstraße/ Wadewitzer Straße)

Die S 30 in Oschatz (Bahnhofsstraße) und in Merkwitz (Lindenstraße/Hangstraße)

Die S 31 in Borna (Große Seite/Oschatzer Straße)

Die S 41 in Mügeln (Wermsdorfer Straße/August-Bebel-Straße) sowie die gesamte weitere Strecke

Die K 8933 zwischen Terpitz und Laas

Die K 8937 in Merkwitz (Erich-Weinert-Straße)

Die K 8943 zwischen Stennschütz und Oschatz

Die K 8946 zwischen Hof und Bornitz

Mittels Kaltmischgut wurden die schlimmsten Schadstellen bereits im Winterhalbjahr einer Sofortreparatur unterzogen. Bis Ende April sollen auch die restlichen Schäden durch die Straßenmeisterei Oschatz mittels Asphaltbeton im Heißeinbau geflickt werden.

Von Christian Neffe

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