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Oschatz Oschatz krempelt Stadtfest um: Internationale Küche und Schausteller locken ins Zentrum
Region Oschatz Oschatz krempelt Stadtfest um: Internationale Küche und Schausteller locken ins Zentrum
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17:04 21.04.2017
Daran wird nicht gerüttelt: Darbietungen der Oschatzer Vereine gehören zum Stadt- und Vereinsfest wie das Amen in der Kirche. Quelle: Archiv-Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Uta Moritz, Steven Dornbusch und Joachim Rolke vom Förderverein Vereinsmarkt sind die Troika an der Spitze des Oschatzer Stadt- und Vereinsfestes. Am Donnerstag berichteten sie Details des neuen Veranstaltungskonzepts im Stadtrat. Dabei wurde klar: Die Wiederauflage am 10. und 11. Juni wird ein Mix aus Neuheiten und Tradition.

Uta Moritz, seit einem Jahr Leiterin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur der Stadt breiter aufzustellen. Dazu zählen auch Freiluftveranstaltungen.

Nachdem sich in den letzten Jahren einiges eingeschliffen hat und Akteure wie Besucher den Wunsch nach Veränderungen äußerten, habe man sich mit Veranstaltungsmanager Steven Dornbusch einen neuen Partner geholt, der frischen Wind bringt.

„Wir haben diese Kritik aufgegriffen und mit unseren Änderungsvorschlägen bei einer gut besuchten, offen diskutierten Informationsveranstaltung auch Gegenwind geerntet. Aber dem setzen wir uns gerne aus. Denn schließlich wollen und werden wir das Rad nicht neu erfinden“, so Uta Moritz. Wichtigstes Ziel sei es, die Zielgruppe zu erweitern. „Wir wollen mehr für Kinder, Jugend und junge Familien bieten“, konkretisierte sie. Rechnung getragen wird dem unter anderem mit einer separaten Kinder- und Spielmeile auf dem Altmarkt.

Dort geht es für die etwas älteren Kinder rund – mit deutlich mehr und größeren Fahrgeschäften als man sie bisher in der Stadt erleben durfte, kündigte Steven Dornbusch an.

Der aus Oschatz stammende kennt Stadt und Bürger und hat bereits ähnliche Feste in Leipzig und Wurzen organisiert. „Wurzen und Oschatz sind von den Gegebenheiten annähernd vergleichbar – und doch gibt es ein paar Oschatzer Besonderheiten, die wir nicht unter den Tisch fallen lassen können“, erklärte er. Bisher seien zwanzig Vereine und zwei Unternehmen bereit, sich mit Präsentationen an beiden Tagen zu beteiligen. Einen eigenen Verkauf von Speisen und Getränken wird es für die Vereine dieses Jahr nicht mehr geben – dafür ist die Präsentation kostenfrei. Versorgt werden die Besucher mit Hilfe von deutlich mehr Bierinseln als bisher. Kulinarisch soll ein breiteres Angebot locken als bisher. „Wir gehen hier weg von der konventionellen Bratwurst und wagen durchaus ein Experiment mit verschiedenen nationalen und internationalen Gerichten“, machte Dornbusch neugierig.

Einbezogen wird für das Festgelände der gesamte Innenstadtbereich von der Lutherstraße über den Altmarkt, die Sporerstraße, den Neumarkt und die Altoschatzer Straße. Rund um die St. Aegidienkirche wird es erstmals eine separate thematische Kirchenmeile geben, geht aus dem Konzept von Steven Dornbusch hervor. Variiert wird der Standort der beiden großen Bühnen auf den Plätzen. So wird eine auf dem Neumarkt zwischen dem Brunnen und der Terrasse des Gasthauses zum Schwan stehen, die andere auf dem Altmarkt vor dem Abzweig in die Ritterstraße gegenüber der Kirschbäume.

Auf Altbewährtes wie das Bühnenprogramm der Vereine, die Oldtimerrallye am Sonntag und den Abschlussgottesdienst müssen Stammbesuche indes nicht verzichten, versicherten die drei Organisatoren.

Einzig in der Altoschatzer Straße wird das Treiben nicht so vielfältig wie von den Initiatoren erhofft. „Hier haben wir uns vorgenommen, den Sportvereinen viel Raum für Angebote zu geben. Allerdings meldeten die meisten zurück, dass sie es aus personellen Gründen nicht stemmen können. Der demografische Wandel schlägt voll durch“, so Dornbusch. Zusagen kamen vom Lauf- und Radsportclub Mittelsachsen, dem Sportverein Merkwitz und der Verkehrswacht.

Beworben werden beide Tage umfangreicher als bisher – mit Flyern, Plakaten und einer Radiokampagne des Senders RSA - deren Moderatoren Böttcher und Fischer kommen ebenfalls nach Oschatz, kündigte Dornbusch an.

Von Christian Kunze

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