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Oschatz Oschatz lockert Bauvorschriften im Fliegerhorst
Region Oschatz Oschatz lockert Bauvorschriften im Fliegerhorst
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20:00 09.07.2018
Die Erschließung der Eigenheimplätze im Fliegerhorst ist im Gange. Nach den Abwasser- und Wasserleitung investiert der Gasversorger, gefolgt vom Straßenbau. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Wohnen im Grünen – mit diesem Slogan vermarktet die Stadt Oschatz Eigenheimbauplätze im Stadtteil Fliegerhorst an der Staatsstraße in Richtung Wermsdorf. Für den neu geplanten Standort westlich des Drosselweges und südlich der Straße „Am Forsthaus“ erschließt die „ts-bau GmbH“ im Auftrag der Verwaltung derzeit 21 Bauplätze. Im Mai begannen die Arbeiten dafür bereits, die Planung obliegt dem Bauprojektplanungsbüro mit Sitz in Oschatz.

Gestein im Baugrund

Bei der Erschließung stellte sich indes heraus, dass auch Oschatz zum Porphyrland gehört. Laut Pressesprecherin Anja Seidel musste zur Beseitigung einer größeren Gesteinsformation im Baugrund schwere Abbruchtechnik eingesetzt werden. Dies führte zu einem leichten Bauverzug von etwa drei Wochen. Am Ziel, die Baumaßnahmen bis Jahresende abzuschließen, hält die Verwaltung jedoch fest.

Bebauungsplan seit 15 Jahren

Die Bemühungen, neuen Platz für Einfamilienhäuser an dieser Stelle zu schaffen, gehen zurück bis ins Jahr 2003. Vor rund 15 Jahren, am 18. September 2003, wurde der Bebauungsplan für das Areal aufgestellt. Jetzt wurden einige Änderungen vorgenommen, die mehr Anreize für Häuslebauer schaffen sollen und sich auch in der Praxis auswirken. Die Vorschriften darüber, was beim Errichten von Eigenheimen zulässig ist und was nicht, konnten durch einen entsprechenden Stadtratsbeschluss in der Juni-Sitzung gelockert werden. Die Verwaltung brachte die Anpassungen ein, der Stadtrat votierte einstimmig dafür.

Neuregelungen für Bauherrn

Die umgesetzten Neuregelungen für Bauwillige betreffen in erster Linie die Vorgaben zur zulässigen Dachneigung, Dachüberständen und erlaubten Dachformen und deren Gestaltung. Ferner ist die maximale Höhe von Zäunen und deren Material überarbeitet worden. Schließlich fanden redaktionelle Änderungen statt, die keine praktische Auswirkung für die Kaufinteressenten haben.

Vermessungsarbeiten im Fliegerhorst. Quelle: Christian Kunze

Mehr Freiheiten

Konkret dürfen die Dachüberstände nicht größer als 80 Zentimeter sein, zuvor waren an der Traufe mindestens 20 und am Ortgang mindestens 30 Zentimeter vorgesehen. Künftig dürfen neben Sattel- und Walmdächern auch Zeltdächer (Sonderform des Walmdachs) gebaut werden. Die Dachneigung darf 23 bis 49 Grad betragen, zuvor waren 30 bis 48 erlaubt. Nicht mehr vorgeschrieben ist zudem die farbliche Gestaltung der Dächer in dunklen oder roten Farbtönen. Plant der Hausbauer einen Wintergarten, so ist dessen Dachneigung nicht mehr zwangsweise der des Hauptgebäudes anzupassen.

Höhere Zäune erlaubt

Die auffälligste Änderung findet im Bereich der Einfriedungen der Grundstücke statt. Waren hier bisher Holzlattenzäune ohne Sockel (sogenannte Staketenzäune) vorgeschrieben, so können nun alle möglichen Arten von gegliederten Zäunen errichtet werden. Die maximale Höhe der Zäune beträgt nun 1,50 Meter. Zuvor war höchstens 1,20 Meter erlaubt.

Große Grundstücke

Im Moment gibt es für das neu geschaffene Bauland im Fliegerhorst bereits 16 Interessenten, das Gros aus Leipzig, erklärte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) auf Nachfrage der OAZ. Insgesamt könnten hier 50 bis 60 neue Häuser entstehen. Die Grundstücke sind zwischen 650 und 14000 Quadratmeter groß. Die Stadt investiert für die Erschließung dieses ersten Bauabschnitts 600 000 Euro.

Von Christian Kunze

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