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Oschatz prüft drei Varianten für Hochwasserschutz im Stadtteil Merkwitz

Umwelt Oschatz prüft drei Varianten für Hochwasserschutz im Stadtteil Merkwitz

Die Angst der Merkwitzer vor neuen Hochwassern soll ein Ende haben. Deshalb bemüht sich die Stadt Oschatz um Schutzmaßnahmen. Diese können nur mit Fördermitteln umgesetzt werden. Um diese zu erhalten, ist ein Nachweis zum Kosten-Nutzen-Verhältnis nötig. Darum kümmerten sich jetzt zwei Institutionen vom Fach.

Hochwasserereignisse, wie hier im Jahr 2012, ereilen die Merkwitzer regelmäßig.

Quelle: Dirk Hunger

Merkwitz. Der sprichwörtlich unendlichen Geschichte des Hochwasserschutzes im Ort wird jetzt ein neues Kapitel hinzugefügt – mit der Absicht, die Geschichte doch abschließen zu können.

Nachdem die Stadt zahlreiche von den Ereignissen der vergangenen Jahrzehnte betroffene Einwohner aufgerufen hatte, Schäden zu melden, konnte jetzt eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt werden. Ohne aussagekräftige Angaben darüber, ob die Investitionen im Verhältnis zum Ergebnis stehen, fließen für Schutzmaßnahmen keine Fördermittel.

Professionelle Unterstützung

Professionelle Unterstützung holt sich die Verwaltung vom Planungsbüro IP Krause in Großböhla und dem Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft in Leipzig. Beide Institutionen arbeiten bereits seit Jahren eng miteinander zusammen – nun auch zugunsten des Hochwasserschutzes in Merkwitz.

Institutsvertreter Tilo Sahlbach stellte zur jüngsten Sitzung des Oschatzer Hauptausschusses das Prozedere vor und erläuterte drei Varianten, die allesamt Aussicht auf Förderung haben, da sie ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Dies ist eine wesentliche Forderung der Genehmigungsbehörde in der sächsischen Landesdirektion in Leipzig, um Mittel für wirksame Maßnahmen bereit zu stellen, betonte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Förderfähig sind sowohl die Kosten für die Planung als auch für den Bau, erfuhr Ausschussmitglied Albert Pfeilsticker auf Nachfrage. Laut Sahlbach hat das Institut sechs Monate lang Niederschlagsmengen und die Wassermengen am Bahndamm-Durchlass gemessen, um realistische Werte zu bekommen. „Wir brauchen einen vernünftigen, belastbaren Ist-Zustand, um die Kosten für das Projekt nicht unnötig in die Höhe zu treiben“, begründete Sahlbach die Vorgehensweise.

Kosten-Nutzen-Analyse erstellt

Weiterhin wurden Überflutungsflächen des Striesgrabens und des Merkwitzer Wassers sowie die Hochwasserereignisse in Merkwitz rückwirkend bis zum Jahr 1977 und Versickerungsflächen für Niederschlagswasser einbezogen. Auf Grundlage dessen und der gemeldeten Schäden aus dem gleichen Zeitraum entstand die Kosten-Nutzen-Analyse.

Prinzipiell sieht das Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft folgende Alternativen: ein großes Hochwasser-Rückhaltebecken, ein kleiner dimensioniertes Becken und ergänzend dazu einige lokale Maßnahmen an besonders betroffenen Grundstücken oder ausschließlich lokale Maßnahmen ohne Errichtung eines Rückhaltebeckens – beispielsweise das Öffnen von Gräben oder das Erweitern von Durchlässen.

Mitarbeiter des IP Planungsbüros Krause und der Stadtverwaltung werden nun als nächstes diese drei Möglichkeiten mit der Landesdirektion diskutieren. „Danach kann entschieden werden, ob und welche Maßnahmen umgesetzt werden oder ob der Hochwasserschutz nicht förderfähig ist und daher fallen gelassen werden muss“, erklärt Hildrun Berger von der Stadtverwaltung Oschatz.

Von Christian Kunze

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