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Oschatz Oschatz rüstet seine Feuerwehren in Merkwitz und Limbach auf
Region Oschatz Oschatz rüstet seine Feuerwehren in Merkwitz und Limbach auf
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00:36 17.07.2015
Hier hätte die schnellste Ausrückzeit nichts geändert. Im Brandschutzbedarfsplan ist festgehalten, dass das Löschen von Feuer und die technische Hilfeleistung immer noch zu den Kernaufgaben der Oschatzer Feuerwehrleute gehört. Quelle: Dirk Hunger
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In den vergangenen Wochen wurde der Brandschutzbedarfsplan auf den neuesten Stand gebracht und bei der vergangenen Sitzung von den Stadträten abgesegnet. Erstmalig wurde der Plan im Jahr 2006 festgeschrieben mit der Maßgabe den Plan in den kommenden Jahren immer zu aktualisieren. Diese nächste Fortschreibung wäre 2016 fällig gewesen. Doch einige neuere Entwicklungen führen dazu, dass er jetzt bereits aktualisiert wurde.

"Der Plan wurde entsprechend den statistischen Zahlen aktualisiert. Er hat aber im Wesentlichen zwei wichtige Änderungen", erläutert Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. "Für die Feuerwehr Merkwitz und die Feuerwehr Leuben werden zwei neue Fahrzeuge angeschafft. Wir haben uns im Rahmen des Haushaltsplan darüber unterhalten und im Wirtschaftsplan für 2016 sind beide Fahrzeuge eingeplant", so Kretschmar weiter. Die beiden neuen Fahrzeuge sind feuerwehrtechnisch Zwitter. "Es werden keine klassischen Feuerwehrfahrzeuge sein, aber auch keine klassischen Transporter", so Kretschmar. Es handelt sich um Multifunktionsfahrzeuge, mit denen Kameraden, aber auch Material schnell und sicher zum Einsatzort transportiert werden kann. Die beiden Fahrzeuge sollen einen derzeit im Merkwitz im Einsatz befindliches Kleinlöschfahrzeug B 1000 und eine im Leuben verwendeten Tragkraftspritzenanhänger ersetzen.

Diversere Neubauten an Feuerwehrgebäuden soll es aber derzeit nicht geben.

Die Alarmglocken schellen bei den Feuerwehrleuten in den zehn Oschatzer Ortsteilen, wenn es um die personelle Entwicklung geht. "Leider sieht es so aus, dass es nicht mehr möglich ist, vollumfänglich die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten", heißt es in der Beschlussvorlage zum Bedarfsplan. Insbesondere sei die nach dem ursprünglichen Plan vorgesehene Aufstockung der Atemschutzträger auf acht Personen nicht mehr möglich. "Konzeptionell muss darauf reagiert und die Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander intensiviert werden", so der Stadtwehrleiter Karsten Saack. So soll es künftig öfter vorkommen, dass bei größerenen Feuerwehr-Einsätzen im Oschatzer Stadtgebiet auch auf das Personal von den kleinen Ortswehren zurückgegriffen wird. "Um dies zu gewährleisten, arbeiten die Feuerwehren Leuben und Limbach sowie Merkwitz und Schmorkau, sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatz als Einheit zusammen", heißt es in der Erklärung vom Bedarfsplan.

Auf Nachfrage von Christof Beeger, Stadtrat der Linken, konnte Stadtwehrleiter Karsten Saack garantieren, dass die Oschatzer Wehr immer gut mit Löschwasser versorgt ist auch wenn Wasser aus offenen Gewässern gezogen werden muss. "Das ist aber sehr selten der Fall, weil wir meist Wasser aus dem Hydrantensystem der OEWA ziehen oder wir selbst Wasser auf unseren Fahrzeugen dabei haben", sagt Karsten Saack. Für die Unterhaltung der offenen Löschwasserreservoires, sei der Bauhof verantwortlich. © Kommentar

Hagen Rösner

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