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Oschatz Oschatz schüttelt die Betten auf: Ein Drittel mehr Schlafgäste seit 2009
Region Oschatz Oschatz schüttelt die Betten auf: Ein Drittel mehr Schlafgäste seit 2009
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16:42 07.04.2015
Roland Wittenberg (Mitte) begrüßt die ersten Besucher in der neuen Finkenpension. Quelle: Dirk Hunger

Von christian kunze

Oschatz liegt damit im sachsenweiten Trend. Der Freistaat verzeichnete 2014 einen neuen Rekord: Mit 18.9 Millionen Übernachtungen wurde das bisher erfolgreichste Tourismusjahr 2012 übertroffen.

Jens Brettschneider hat den Trend erkannt und eine neue Pension im Oschatzer Stadtteil Fliegerhorst eröffnet. Da sie sich im Finkenweg befindet, heißt sie "Finkenpension". Brettschneider hat ins Kellergeschoss des Wohnblocks im Finkenweg Nummer 8 investiert. Der Senior gehörte zu den ersten, die nach der Wende auf dem ehemaligen Kasernengelände Wohnraum im Grünen schafften. Seitdem stattet er der Collm-Region auch regelmäßig Besuche ab.

Mit der Pensionseröffnung erfüllt Brettschneider in erster Linie einen Wunsch derer, die zur Miete im Finkenweg wohnen. "Wenn die Mieter hier Besuch empfangen, dann ist der Platz zum Übernachten begrenzt", nennt er das Problem. Die Bewohner haben bei ihm um zusätzliche Möglichkeiten der Unterbringung für Besucher und Gäste gebeten. Um das wahr werden zu lassen, nahm der pensionierte Unternehmer nach eigenen Angaben 40 000 Euro in die Hand. Ganz zu Anfang war dort, wo jetzt vier Zimmer mit jeweils zwei Betten zu finden sind, eine Zweigstelle seines Unternehmens für Gießereitechnik untergebracht. Später zog eine Tierarztpraxis ein, die vor geraumer Zeit neue Räume im Oschatzer Stadtgebiet bezog.

Betrieben wird die Finkenpension vom Rentner-Ehepaar Roland und Christiane Wittenberg. Die beiden Mieter haben die neu gestalteten Räume von Jens Brettschneider gepachtet und werden sich demnächst um die Gäste kümmern. Sie versichern, dass die Pension auch für Arbeiter auf Montage oder Touristen zur Verfügung steht. In den Räumen gibt es Schreibtische, Fernsehgeräte und WLAN, außerdem sind Bad und WC sowie eine Küchenzeile vorhanden. "Verpflegen müssen sich die Gäste selbst. Dafür bietet sich der Bäcker gleich gegenüber an, bei dem es Frühstück gibt."

Der Aufwärtstrend bei den Übernachtungszahlen, der sich aus der Statistik ablesen lässt, hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler. Ute Oehmichen, Leiterin der Oschatz-Information, weist darauf hin, dass in dieser Statistik nur Beherbergungsbetriebe erfasst sind, die mindestens neun Betten haben. "Nur diese sind gesetzlich verpflichtet, ihre Übernachtungszahlen an das Statistische Landesamt zu melden", so Oehmichen. Die Finkenpension mit ihren insgesamt acht Betten wird also in den Zahlen des Landesamtes künftig nicht auftauchen.

Finkenpension Oschatz, Mobil: 0157 575255915, E-Mail: rol.wittenberg@online.de

Christian Kunze

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