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Region Oschatz Oschatz setzt weiter auf die Festwiese und baut Infrastruktur aus
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00:18 02.06.2017
Damit auch in den kommenden Jahren die Schönheiten im Dirndl beim Oktoberfest in Oschatz anstoßen können, wird jetzt schrittweise der Festplatz am Finanzamt aufgebessert. Quelle: Archiv-Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Der Festplatz am Finanzamt hat in den vergangenen Jahrzehnten eine wechselvolle Geschichte erlebt. Einst exerzierten hier die Oschatzer Ulanen, dann gehörten die Kasernen zur Wehrmacht und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wende waren hier Sowjetsoldaten stationiert. Später wurden die Kasernen abgerissen, nur das Gebäude; in dem sich das heutige Finanzamt befindet, blieb stehen. Mit der Landesgartenschau 2006 wurde das Areal am Finanzamt zu einem großen Parkplatz umfunktioniert. Und wird bei großen Veranstaltungen auch noch so genutzt.

Doch in den vergangenen fünf Jahren hat sich auch eine weitere Nutzung herauskristallisiert. Der Parkplatz wurde von Veranstaltern als große Festfläche entdeckt. Inzwischen gibt es pro Jahr mindestens drei Standardveranstaltungen, die auf dem Gelände ein zu Hause gefunden haben. Das Oschatzer Autotunigtreffen, das Oschatzer Open-Air und das Oschatzer Oktoberfest. „Wir haben auch bemerkt, dass sich die Festwiese am Finanzamt bei privaten Veranstaltern einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Inzwischen gibt es dort eine Kontinuität“, stellte der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar bei der vergangenen Ratssitzung fest. Weil die Stadt diese Aktivitäten weiter unterstützen möchte, ist jetzt eine Ertüchtigung des Parkplatzareals zu einem richtigen Festplatz vorgesehen. „Ein großer Schwachpunkt war in der Vergangenheit, bei größeren Veranstaltungen auf diesem Areal eine ausreichende Stromversorgung sicherzustellen“, erläutert Kretschmar. Bühnen- und Versorgungstechnik mit großem Stromverbrauch konnten dort nur auf Sparflamme betrieben.

Das soll in absehbarer Zeit ein Ende haben. Denn die Stadträte haben ihre Zustimmung geben, den Platz so auszurüsten, dass er nicht nur als Parkplatz, sondern auch als Festplatz genutzt werden kann. Der Ausbau soll in zwei Phasen ausgeführt werden. Der dringendste Teil ist in diesem Jahr der Ausbau der Niederspannungsleitung, beziehungsweise die Wasserver- und Abwasserentsorgung. Für 18 000 Euro will die Stadt den Stromanschluss aufwerten. Jetzt wurde Mitnetz Strom grünes Licht gegeben, um die technischen Arbeiten auszuführen. Dies beinhaltet das Verlegen von 150 Meter Niederspannungskabel, einen Verteilerschrank, eine Zähleranschlusssäule sowie zwei Beleuchtungsmasten als Sicherheitsbeleuchtung bei Veranstaltungen. Außerdem soll der Oschatzer Bauhof auf dem Gelände aktiv werden und neue Wasser- und Abwasserleitungen verlegen. Im kommenden Jahr kommt dann der zweite Bauabschnitt dran. Dabei geht es darum, die Fläche auszugleichen. Dafür sind im kommenden Jahr noch einmal rund 18 000 Euro Investition in das Areal vorgesehen.

Das nächste größere Event auf diesem Festplatz steht übrigens schon in den Startlöchern. „Das inzwischen schon 5. Oschatzer Open-Air steigt nämlich am 17. Juni auf dem Festplatz“, informiert Veranstalter Tony Jentzsch. „Erstmalig bieten wir auf drei Bühnen ein buntes Musikprogramm für alle Feierwütigen an“, so der Veranstalter. Dabei soll mit einem breiten Musikspektrum vor allem ein junges Oschatzer Publikum angesprochen werden.

Von Hagen Rösner

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