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Oschatz Oschatz sucht Schule mit geringen Betriebskosten
Region Oschatz Oschatz sucht Schule mit geringen Betriebskosten
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16:58 24.02.2012

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Der Standort soll sich in Oschatz-West befinden. Doch wie diese neue Schule aussehen wird, dass steht im Moment noch in den Sternen. Bürgermeister, Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter sind derzeit auf Ideensuche, schauen sich mögliche Schulvarianten und deren Einsatz in der Praxis an. Am vergangenen Donnerstag besichtigten Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, Bauamtsleiter Michael Voigt, Schulamtsleiterin Ulrike Lösch, Schulleiterin Elke Schaffraneck sowie die Stadträte Falk Zschäbitz und Jürgen Mühlberg eine neugebaute zweizügige Grundschule in Freiberg. Diese Schule ist etwas besonders, weil es sich um ein Schulgebäude handelt, welches als Passiv-Haus gebaut und betrieben wird.

"Auf Anregung von Stadtrat David Pfennig wollen wir uns ganz gezielt eine Schule im Passiv-Haus-Stil ansehen", sagt OBM Andreas Kretschmar. Er betont, dass es bei dieser Bauweise auch um eine massive Reduzierung der Betriebskosten geht, die jährlich aus der Stadtkasse aufzubringen sind.

Tatsächlich ist an der Freiberger Grundschule am Seilerberg auf den ersten Blick kein Unterschied zu einer herkömmlichen Schule zu erkennen. Doch Freibergs Bürgermeister für Verwaltung und Finanzen Sven Krüger und Hochbauchef Andreas Böhnstedt erläutern den Unterschied. "Es handelt sich um ein 20 Zentimeter dickes Mauerwerk aus Kalksandstein und eine 30 Zentimeter dicke Dämmschicht an den Außenwänden sowie eine 50 Zentimeter dicke Schicht aus Schaumglas unter dem Fußboden. Außerdem wurden Dreifachglas-Fenster verbaut. Herzstück der Technik ist allerdings ein ausgeklügeltes elektronisch gesteuertes Lüftungssystem. Die Wärme liefern Luftwärmepumpen sowie das kommunale Fernwärmenetz. "Wir versprechen uns bei den Betriebskosten erhebliche Einsparungen gegenüber einem konventionellen Bau", sagt Bürgermeister Sven Krüger. Dagegen befürchtet Stadtrat Jürgen Mühlberg, dass der turnusmäßige Wechsel der Lüftungsanlagen hohe Kosten verursachen könnte. Hier konnten die Freiberger jedoch keine Erfahrungswerte liefern, da die Schule erst nach den Sommerferien 2011 in Betrieb genommen wurde.

Ob es Oschatz gelingt, Baukosten von rund fünf Millionen Euro aufzubringen, dürfte derzeit auch noch unklar sein. "Wir wollen uns Erfahrungswerte einholen", sagt Oberbürgermesiter Andreas Kretschmar. Dazu gehört auch der Bauablauf oder Erfahrungen aus der Vergabe. An eine städtische Vergabe an einen Generalunternehmer glaubt Andreas Kretschmar nicht. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, solche Vorhaben in kleinen Losen auszuschreiben. So können sich auch Unternehmen aus der Region bewerben. Auf jeden Fall sollen noch weitere Schulen besichtigt werden. Hagen Rösner

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