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Oschatz Oschatz trauert um seinen ehemaligen Oberbürgermeister Claus Förster
Region Oschatz Oschatz trauert um seinen ehemaligen Oberbürgermeister Claus Förster
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06:00 15.09.2017
Dr. Claus Förster, bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte im Müntzer-Haus.
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Oschatz

„Ich gehe zufrieden aus dem Amt, weil ich überzeugt bin, grundsätzlich nichts falsch gemacht zu haben.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich im Juli 2001 der damalige Oschatzer Oberbürgermeister Dr. Claus Förster aus dem Amt, das er elf Jahre lang inne gehabt hatte. Nun ist Dr. Claus Förster für immer gegangen. Er ist, wie erst jetzt aus Familienkreisen bekannt wurde, in der vergangenen Woche im Alter von 81 Jahren gestorben. Dr. Claus Förster hat als Oschatzer Oberbürgermeister elf wichtige Jahre der Stadtentwicklung mitgeprägt. In den Nachwendejahren war er einer der wichtigsten Männer, die den gesellschaftlichen Umbruch mitgestaltet haben. „Ich hatte mir vorgenommen, den Weg aus der Planwirtschaft mit zu ebnen und die Entwicklung so mit zu gestalten, wie die Bürger und ich es uns gewünscht haben“, beschrieb es Förster vor über einem Jahrzehnt selbst.

Mit der Familie Förster trauern auch wichtige Weggefährten und Freunde. „Der Tod des Oberbürgermeisters im Ruhestand macht mich und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses sehr betroffen. Er hat eine Menge für die Stadt bewegt und sie in den turbulenten Jahren nach der Friedlichen Revolution aufgebaut und das Fundament dafür gelegt, dass wir heute in einer blühenden Stadt leben. Er hat einen wichtigen Platz im Geschichtsbuch von Oschatz“, so der jetzige Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, der 2001 das Amt von Dr. Claus Förster übernommen hatte.

Unter der Ära Förster wurde die Stadtentwicklung und Sanierung auf den Weg gebracht, der neue Oschatzer Stadteil Fliegerhorst umgestaltet und als Wohnstandort etabliert. Förster setzte sich dafür ein, dass Oschatz den Titel Große Kreisstadt erhielt und dass in Oschatz das Platschbad gebaut wurde. Für seine Leistungen wurde Dr. Claus Förster unter anderem mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

In den Jahren seines Ruhestandes hat er immer Anteil an der Entwicklung seiner Heimatstadt genommen.

Von Hagen Rösner

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