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Oschatz Oschatz und Filderstadt stoßen auf 25 gemeinsame Jahre an
Region Oschatz Oschatz und Filderstadt stoßen auf 25 gemeinsame Jahre an
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18:00 25.02.2016
Vor 25 Jahren unterzeichneten Peter Bümlein (l.) und Claus Förstern den Partnerschaftsvertrag zwischen Oschatz und Filderstadt. Quelle: Foto Günther Hunger
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Oschatz/Filderstadt

Eine Delegation aus sieben Oschatzern besuchte in den vergangenen Tagen die Partnerstadt Filderstadt in Baden-Württemberg. Anlass war der zurückliegende „Geburtstag“ der Städtepartnerschaft. Diese besteht seit dem 25. August 1990 und so wurde – mit etwas Verspätung durch den Wechsel an der Spitze der Stadt Filderstadt – das 25-jährige Jubiläum in kleinem Rahmen begangen. Weitere Verbindungen gibt es seit einem Vierteljahrhundert auch auf familiärer Ebene und im Vereinswesen beider Kommunen.

Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) traf sich zu Arbeitsgesprächen mit seinem neuen Amtskollegen Christoph Traub, welcher als Vorsitzender der Filderstädter Gemeinderatsfraktion der CDU seinerseits schon mehrfach unsere Stadt besucht hat. „Von großem Interesse waren aktuelle Fragen der Stadtentwicklung und Kommunalpolitik und das Thema Asylbewerber und die damit zusammenhängenden Herausforderungen“, sagt Stadtsprecherin Anja Seidel. Sozialamtsleitern Ulrike Lösch sowie Birgit Meinel und Linett Haufe, beide Erzieherinnen in der Kindertagesstätte „Spatzennest“, trafen sich mit Kolleginnen aus einem Filderstädter Kinderhaus und erlebten einen Erfahrungsaustausch. Der Oschatzer Stadtbauamtsleiter Michael Voigt und der hiesige Jugendfeuerwehrwart Marcel Schmidt nutzten den aufgefrischten Kontakt zu den Filderstädter Verantwortlichen in diesen Bereichen und konnten ebenso neue Ideen und Erfahrungen für ihre Arbeit mitnehmen.

Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs stand für Andreas Kretschmar und die Verwaltungsmitarbeiter das umgebaute „Fildorado“, ein großes Erlebnisbad in Filderstadt mit über 300 000 Besuchern jährlich. Die Stadt Filderstadt hatte das Bad in jüngerer Zeit komplett saniert und umgebaut – viel Stoff für einen spannenden Erfahrungsaustausch, denn aktuell beschäftigen sich auch die Stadtverwaltung, die Oschatzer Freizeitstätten GmbH und die Einwohner der Region mit dem Umbau des Oschatzer Freizeit- und Erlebnisbades „Platsch“.

Ein Vergleich beider Bäder lohnt sich freilich nur mit Blick auf die geschaffenen und eingesparten Attraktionen. Denn sowohl finanziell als auch mit Blick auf die Besucherzahlen spielt das „Fildorado“ in einer anderen Liga (siehe Kasten). „Filderstadt grenzt an die Großstadt Stuttgart und hat mit der Gewerbesteuer eine solide Finanzierungsgrundlage für den städtischen Haushalt. Das Potenzial zum Betrieb eines Bades ist ungleich stärker. Problematisch für eine gesunde Stadtentwicklung sind hingegen die mangelnden Grundstücke“, so Kretschmar. Filderstadt grenzt direkt an den Flughafen Stuttgart und ist sehr dicht besiedelt. Händeringend benötigte Wohnbau- und Gewerbegebiete können schwer ausgewiesen werden, da die Flächen nicht vorhanden sind – hier konnten die Oschatzer mit ihren derzeitigen Plänen zum Baugebiet Cunnersdorfer Weg den ein oder anderen Ratschlag geben. Spannende Themen, die mit den Freunden aus Oschatz ausführlich diskutiert wurden. Spätestens im kommenden Jahr, wenn Filderstädter wieder nach Oschatz kommen, wird daran angeknüpft.

Von Christian Kunze

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