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Oschatz will Kosten für die Straßenbeleuchtung sparen

Oschatz will Kosten für die Straßenbeleuchtung sparen

Sinkende Einnahmen, steigende Ausgaben für Energie: Die Stadt Oschatz will diesem Dilemma durch Stromsparen begegnen - auch bei der Straßenbeleuchtung.

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Nachts gut ausgeleuchtet oder zappenduster? So wie auf der rechten Bildhälfte dieser Fotomontage soll es nach dem Willen der Stadträte im historischen Stadtzentrum jedoch nicht aussehen.

Oschatz. Von Frank Hörügel

 

 

 

"Es ist sehr gespenstisch, wenn der ganze Ort dunkel ist", schilderte die Mannschatzerin Sabine Lorenz den Mitgliedern des Technischen Ausschusses am Donnerstagabend ihren Eindruck. Seit dem 22. Februar werden wochentags von 1 bis 4 Uhr in dem Oschatzer Stadtteil die Straßenleuchten ausgestellt (wir berichteten). "Das ist keine Bösartigkeit, wir brauchen jeden Cent", erklärte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) den Hintergrund für diesen Test. Oschatz müsse Kosten sparen, um die sinkenden Einnahmen verkraften zu können.

Dafür hat der Mannschatzer Thomas Zinnert grundsätzlich Verständnis, meinte aber: "Eine gewisse Helligkeit sollte schon gewährleistet werden, indem einzelne Lampen angelassen werden." Zudem gebe es auch an anderer Stelle Einsparpotenzial wie am hell erleuchteten und kaum bewohnten Wellerswalder Weg.

Nach Angaben von Steffen Gaßmann kostet der Strom für die Straßenleuchten im Stadtgebiet von Oschatz etwa 190 000 Euro im Jahr. Gaßmann ist der Oschatzer Betriebsleiter der Alba Sachsen GmbH, die für die Stadtbeleuchtung zuständig ist. Das Einsparpotenzial durch die wochentäglichen Nachtabschaltungen der 27 Mannschatzer Straßenleuchten beziffert er auf knapp 400 Euro im Jahr.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses sind unterschiedlicher Ansicht, wie gespart werden könnte. Christian Zieger (CDU) plädiert dafür, in den Stadtteilen wenigstens einige Lampen brennen zu lassen. Sein Fraktionskollege Denis Korn favorisiert noch längere Abschaltzeiten als beim Test in Mannschatz und Schmorkau. Und Falk Zschäbitz (FDP) regte an, auch in der Stadt Sparpotenziale zu nutzen.

Ab der nächsten Woche sollen die Straßenlaternen in Mannschatz und Schmorkau, wo ebenfalls abgeschaltet wurde, vorerst wieder jede Nacht durchgehend brennen. "Der Test wird nicht weiter geführt", sagte Finanzbeigeordneter Jörg Bringewald nach der Sitzung auf OAZ-Anfrage. Die Verwaltung werde jetzt nach Möglichkeiten suchen, wie in der Stadt Oschatz und den Stadtteilen bei der Straßenbeleuchtung Strom gespart werden könne. Für Oberbürgermeister Kretschmar steht fest: "Es wird zu Abschaltungen kommen." Das sagte er gestern gegenüber der OAZ. Für Nachtschwärmer werden in den weniger dicht bewohnten Gegenden der Stadt Oschatz und den Stadtteilen bald finstere Zeiten anbrechen.

 

-Standpunkt

 

Meinungen gefragt

Soll die Straßenbeleuchtung in Oschatz zeitweise abgeschaltet werden, um Strom zu sparen? Oder gibt es aus Ihrer Sicht noch andere Einsparmöglichkeiten bei den Energiekosten? Ihre Meinung können Sie per E-Mail an oschatz.redaktion@lvz.de, schriftlich an die OAZ, Seminarstraße 2 in 04758 Oschatz senden oder telefonisch mitteilen: 03435/97 68 10.

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