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Oschatz Oschatz wird im August zum Hotspot für die sächsische Industriekultur
Region Oschatz Oschatz wird im August zum Hotspot für die sächsische Industriekultur
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00:27 31.03.2018
Die Oschatzer Waagen GmbH bot bei den Tagen der Industriekultur Interessieren Einblicke in die Produktionsabläufe. Quelle: Foto: Hagen Rösner
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Oschatz

Vor gut 150 Jahren setzte in Oschatz die Industrialisierung ein. In der Folge schossen in der Stadt und rund um die Stadt zahlreiche Fabriken und Firmen aus dem Boden. Viele der ehemaligen Fabrikgebäude sind in den vergangenen 30 Jahren abgerissen worden, alte Firmenunterlagen landeten im Altpapier. Was Oschatz blieb und womit die Stadt heute noch überregional punkten kann, ist die lange Waagenbautradition, die auch heute noch in der Oschatzer Waagen GmbH ihre Fortsetzung findet.

Ab sofort können sich Unternehmen anmelden

Der Leipziger Verein Industriekultur will die Erinnerungen an die zahlreichen Zeugnisse der Industrialisierung wach halten und schaut dabei auch über die Grenzen der Messestadt hinaus. Einmal im Jahr zu den Tagen der Industriekultur können sich Interessierte in Leipzig, aber auch in Oschatz zur sächsischen Industriegeschichte informieren. In diesem Jahr werden die Tage der Industriekultur vom 23. bis 26. August stattfinden. Jetzt gab es den Startschuss für die Organisatoren und den Anmeldebeginn für Teilnehmer.

„Oschatz war in den vergangenen zwei Jahren immer ein fester Bestandteil unseres Programms. Als sogenannter Hotspot im Leipziger Umland konnten sich Interessenten hier über die lange und wechselvolle Geschichte des Waagenbaus informieren“, sagt Moritz Jähnig, der für die Ausrichtung der Veranstaltungsreihe zuständig ist. Er bestätigt: „Die Tage der Industriekultur Leipzig, die bewusst die Region mit einbeziehen und im Programm die traditionell gewachsenen Beziehungen der sächsischen und mitteldeutschen Wirtschaftsstandorte zu Leipzig spiegeln wollen, haben eine erfreulich gute Entwicklung genommen und gewinnen immer weiter an Aufmerksamkeit.“ Dabei sollen nicht nur alte Industriestandorte in der Region erlebbar gemacht werden. „Wir freuen uns in erster Linie über Unternehmen, die sich anmelden, um den Menschen einen Einblick in Produktionsabläufe zu gewähren, die es sonst nicht so gibt“, sagt Jähnig.

Auch das Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum ist dabei

Langjähriger Partner der Veranstaltung in Oschatz ist das Stadt- und Waagenmuseum in Frongasse. „Da haben wir die Zusicherung über die Stadtverwaltung, dass das Museum auch in diesem Jahr wieder dabei ist“, sagt Jähnig. Er freut sich in den kommenden Wochen auf zahlreiche Anmeldungen. Zwar stand im vergangenen Jahr auch die Oschatzer Waagen GmbH auf dem Programm, doch die Besucherschar hielt sich in überschaubarem Rahmen. „Unser Ziel ist es in diesem Jahr, so viele Unternehmen zu gewinnen, dass wir für den Hotspot Oschatz auch ein eigenes Faltblatt herausgeben könne“, sagt Jähnig. Neben Oschatz sind auch Altenburg, Zeitz, Weißenfels, Wurzen und Eilenburg als Hotspots in der Planung.

Obwohl es 2017 im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Besucherschwund gab, sind die Organisatoren vom Leipziger Verein Industriekultur überzeugt, wieder rund 6000 bis 8000 Menschen in der Region mobilisieren zu können.

Unternehmen aus der Oschatzer Region, die sich an der Aktion beteiligen wollen, haben noch bis zum 31. Mai Gelegenheit, ihre Anmeldung abzuschicken. Die Anmeldung erfolgt online über die Internetseite des Vereins Industriekultur Leipzig e.V. Das Angebot bezieht sich nicht nur auf Unternehmen in der Stadt Oschatz, sondern gilt für die gesamte Collm-Region.

Von Hagen Rösner

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