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Oschatz Oschatz zeichnet Vereine des Jahres aus
Region Oschatz Oschatz zeichnet Vereine des Jahres aus
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15:24 13.09.2018
Vereinsehrung 2018 Oschatz Stadthalle alle ausgezeichneten mit Laudatoren und Oberbürgermeister Quelle: christian kunze
Oschatz

Alle zwei Jahre würdigt die Stadt das Engagement von drei Vereinen im Stadtgebiet. Die Kategorien sind dabei seit dem Jahr 2011 identisch. In diesem Jahr wurden folgende Vereine im Thomas-Müntzer-Haus ausgezeichnet:

Kinder, Jugend, Soziales

Der Sportverein Merkwitzist in erster Linie durch Sport – genauer Fußball – bekannt. Doch „unter dem Deckmantel des Sports“, so Laudatorin Nadine Arnold, stecke in Merkwitz noch mehr. Ein Spielplatz, das Dorffest, Oster- und Weihnachtsfeiern für Senioren – all das stemmen die Mitglieder zusätzlich. Ganz nebenbei vermitteln sie, in Mannschaften von der G- bis zur A-Jugend, während des Fußballspiels auch soziale Kompetenzen. „Gewinnen, verlieren, kämpfen, verteidigen – und gemeinsam Sieg und Niederlage erleben, all das ist wichtig im Sport, wie auch im Leben“, so Arnold, deren Sohn selbst beim SV Merkwitz kickt. Ehrenamt ist ein Mannschaftssport, das werde bei den Merkwitzern besonders deutlich. Gegründet 1960, verfügt der Verein heute über 150 Mitglieder und ist damit von regionaler Bedeutung.

Sport

Der PSV Telekom Oschatz ist der zweitgrößte Verein der Region Oschatz. Volleyball, Kegeln, Kraftsport, Schützensport und Tischtennis wird darin angeboten. 239 Mitglieder sind über 50, 224 gar über 60 Jahre alt. Mit dieser Struktur trägt der Verein dem demografischen Wandel Rechnung und bietet auch der älteren Generation ein sportliches Zuhause. „Das“, so Laudatorin Kerstin Arndt, „heißt jedoch nicht, dass die Aktiven die Nachwuchsarbeit vernachlässigen.“ Besondere Aushängeschilder des Vereins sind Kegeln und Tischtennis, Um ein „Gut Holz“ bemühen sich aktuell die 1. Herrenmannschaft in der Sachsenliga, die Senioren in der Bezirksliga und die Damen in der Kreisliga. Sieben Mannschaften sind im Tischtennis am Wettkampfbetrieb beteiligt. Hervorzuheben ist der Einsatz der Sportler um die Halle Am Zeugamt. Lange Zeit ohne öffentliche Zuschüsse betrieben, ereilte den Verein die Kündigung des Mietvertrags.

Die Turnhalle am Zeugamt kaufte der Verein aus eigenen Mitteln, nachdem ihm der Mietvertrag gekündigt wurde. Mit viel Aufwand nahmen die Tischtennisspieler 2015 ihre Halle wieder in Beschlag und betreiben sie seitdem in Eigenverantwortung.

Kultur- und Heimatpflege

Die Priviligierte Scheibenschützengesellschaft Oschatz wurde für ihre Bemühungen gewürdigt, die älteste Oschatzer Schützenfahne zurück in die Stadt zu holen. Recherchen ergaben, dass es wohl gar die älteste Sachsens oder gar Deutschlands sein könnte. Gestiftet 1687 vom Vater August des Starken, war sie bis 1945 in Vereinsbesitz. Danach verlor sich die Spur, bis die Fahne in einem Hamburger Auktionshaus ausfindig gemacht und von der Stadt gekauft wurde. Das Original ist heute im Stadt- und Waagenmuseum, eine Kopie wurde mit Hilfe der Sparkassenstiftung angefertigt. Einzigartig sind beide.

Von Christian Kunze

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