Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Oschatzer Abgeordnete wollen Platschbad erhalten
Region Oschatz Oschatzer Abgeordnete wollen Platschbad erhalten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:40 04.03.2016
Der Badebetrieb beim Platsch wird weiterlaufen. Das entschied jetzt der Oschatzer Stadtrat. Quelle: Dirk Hunger
Anzeige
Oschatz

Es wird wohl als das Fünf-Punkte-Programm für das Platsch in die Oschatzer Geschichte eingehen. Gemeint ist der Stadtratsbeschluss zum Weiterbetrieb des Bades. Nach einer über zweijährigen Diskussionsphase und zwei Stadtratsbeschlüssen aus den Jahren 2014 und 2014 waren jetzt Taten fällig. Die spiegeln sich in den fünf Punkten wider, die nun beschlossen wurden:

1. Der Oschatzer Stadtrat spricht sich für den Erhalt eines bedarfsgerechten und für die Stadt wirtschaftlich tragfähigen Bades aus.

2. Der Stadtrat befürwortet nach einer gutachterlichen Gesamtbewertung das Bad umzubauen und zu modernisieren.

3. Um die anfallenden Zuschüsse der Stadt für den Betrieb des Bades zu senken, ist spätestens ab den 10. September 2016 ein öffentlicher Badebetrieb von täglich durchschnittlich acht Stunden vorzuhalten.

4. Zur weiteren Senkung der Zuschüsse ist ab dem 10. September 2016 der Wellness- und Gastronomiebetrieb einzustellen.

5. Die Oschatzer Freizeitstätten erhalten für 2016 aus der Stadtkasse bis zu 785000 Euro Zuschüsse.

Mit diesem Beschluss dürfte das Platschbad zumindest bis in das kommende Jahr gerettet sein. „Der jetztige Beschluss verschafft uns jetzt ein Jahr Luft um ganz genau abzuklären, ob ein Umbau und eine energetische Optimierung möglich sind oder ob wir das Bad endgültig schließen müssen“, so kommentiert Oberbürgermeister Andreas Kretschmar das Abstimmungsergebnis. Dabei kann er sich sicher sein, dass er die Stadträte aller Faktionen hinter sich hat. Der entsprechende Beschluss wurde nämlich ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen auf den Weg gebracht.

In einem sehr emotionalen Vortrag hatte Kretschmar vor dem Beschluss noch einmal die Geschichte und die wirtschaftlichen Zusammenhänge vor den zahlreichen Gästen erläutert. „Wir haben viele Sparrunden schon hinter uns, wir haben Sonderangebote gemacht und wir haben unsere Technik optimiert. Wir haben alle Register gezogen, um die Zuschüsse zu senken. Alles was wir versucht haben, wurde am Ende wieder von steigenden Kosten aufgefressen“, bilanziert Kretschmar. Er bedauert, dass die jetzigen Ratsentscheidung bei der Belegschaft personelle Konsequenzen haben wird. „Ich möchte betonen, dass es nicht am Personal gelegen hat, dass die Stadt zum Jahresende die Defizite ausgleichen musste“, so Kretschmar.

„Wir stimmen darin überein, dass wir das Bad erhalten wollen und wir werden jetzt den ersten Schritt gehen, um im kommenden Jahr mit dem Umbau den zweiten zu gehen“, so der CDU-Fraktionsvize Dietmar Schurig. Wobei Kretschmar noch einmal klarstellte, dass mit dem jetzigen Beschluss noch nicht die Weichen für die Zukunft des Platschbad gestellt sind. Zustimmung gab es auch aus den anderen Fraktionen und den Einzelkandidaten.

Großer Hoffnungsträger für die Stadt Oschatz ein Förderprogramm des Freistaates mit dessen Hilfe das Platsch umgebaut und energetisch optimiert werden könnte. Dazu gibt es momentan schon Voruntersuchungen und Vorstellungen. Details dazu sollen in den kommenden Monaten geklärt werden.

Von Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wilhelm Lehmann (70) und Wilfried Eberhardt (72) aus Lonnewitz sind Hundehalter. Ihre Vierbeiner heißen Beatrice von Bienenbär und Cora – eine Eurasierin und eine Rottweiler-Hündin. Beide haben ein Auge aufeinander, Cora aber auf eine für Rottweiler bekannte robustere Weise. Sie verteidigt ihr Revier. Das Herrchen der Eurasierin meint, dass könnte auch böse ausgehen.

03.03.2016

In einem Oschatzer Flüchtlingsheim sowie in einer Torgauer Wohnung hat ein Asylbewerber betrunken mehrere Mitbewohner attackiert. Er steht jetzt wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht.

03.03.2016

Der Stadtrat wird am Donnerstag über die Zukunft des Platschbades entscheiden. Dabei geht es nicht um die perspektivische angedachte Badsanierung, sondern um konkrete Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte, um den Bäderbetrieb abzusichern. So soll die eigene Gastronomie aufgegeben werden. OAZ sprach dazu mit OBM Andreas Kretschmar.

03.03.2016
Anzeige