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Oschatz Oschatzer „Amsel TV“ startet mit den ersten Brutkandidaten
Region Oschatz Oschatzer „Amsel TV“ startet mit den ersten Brutkandidaten
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06:00 01.03.2017
Blick in die Kinderstube der Amseln – in Kürze wird dies in der Gartensparte „Erich Billert“ in Oschatz wieder möglich sein. Quelle: Foto: privat
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Oschatz

Die ersten Amselmännchen haben bereits in den Morgenstunden begonnen, ihre Melodien zu trällern. Erfahrungsgemäß dauert es dann nicht mehr nicht lange und für die Amseln beginnt das Brutgeschäft. In vielen Gärten rund um Oschatz ziehen die Amseln ihre Jungen unbemerkt auf. Anders jedoch in der Gartensparte „Erich Billert“ in Oschatz. Da nimmt inzwischen seit einigen Jahren die gesamte Gartensparte regen Anteil am Brutgeschäft. „Als vor einigen Jahren die Videotechnik einigermaßen bezahlbar geworden war, hatten wir die Idee, einen Vogelkasten mit einer kleinen Kamera auszurüsten und die Bilder aus dem Nest dann auf einem Bildschirm in unseren Pavillon zu übertragen, erzählt Gartenvorstand Christoph Senkel. In regelmäßigen Abständen trafen sich die Kleingärtner, um das Geschäft der Amseln zu verfolgen. Im Vorjahr hatten sich die Laubenpieper sogar noch entschlossen, einen weiteren Kasten mit Videoüberwachung auf dem Vereinsgelände zu installieren. Bereits nach zwei Tagen wurde die neue Brutstelle besiedelt. „Ein Vereinsmitglied hat die Videoübertragung aus den beiden Nestern so geschaltet, dass aller zehn Sekunden in das andere Gelege umgeschwenkt wird“, erklärt Senkel.

Da das vergangenen Jahr ein schlechtes Brutjahr war, blieb der eine Kasten völlig unbewohnt und im anderen Nest siedelte sich ein „Exot“ an. „Wir wissen bis heute nicht, um was für eine Vogelart es sich handelte“, sagt Christoph Senkel. Auf jeden Fall baute der Vogel sein Nest so hoch auf, dass der Kamera der Blick auf die Brutstelle verwehrt blieb. Das merkwürdige Nest des „Exoten“ haben die Gartenfreunde inzwischen sicher gestellt, um es einem Ornithologen zu zeigen, der die Vogelart bestimmen soll.

„In diesem Jahr wird es mit Sicherheit besser“, freut sich Christoph Senkel. Sobald es die Witterung zulässt und auch die ersten Brutkandidaten in Sicht sind, wird die Oschatzer „Amsel TV“-Anlage wieder in Betrieb genommen. Eine technische Spielerei wie beispielsweise, die Bilder ins Internet zu übetragen, ist nicht vorgesehen. Viel mehr wolle man die Gartenfreunde dazu bewegen, sich am Pavillon zu treffen. Außerdem ist der Blick in das Vogelnest immer eine Attraktion, wenn Schulkassen in der Sparte zu Besuch sind und sich mit naturkundlichen Themen befassen.

Von Hagen Rösner

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