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Oschatzer Bahnhofstraße bekommt neue Wasserleitung

Trinkwasserversorgung Oschatzer Bahnhofstraße bekommt neue Wasserleitung

Der Wasserverband Döbeln-Oschatz will rund 200 000 Euro in die Sanierung der alten Wasserleitung in der Oschatzer Bahnhofstraße investieren. In den vergangenen Jahren gab es in diesem Straßenbereich verstärkt Rohrbrüche mit Überflutungen.. Jetzt soll die alte Leitung als DDR-Zeiten durch eine moderne Wasserleitung ersetzt werden.

Nachteinsatz in September 2015. Plötzlich bricht ein Wasserrohr im Untergrund und verwandelt die Bahnhofstraße in eine Seenlandschaft.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. In den vergangenen Jahren hat der Wasserverband Döbeln-Oschatz permanent daran gearbeitet, seine Wasserverluste zu senken. Trotzdem verzeichnen der Wasserverband und der Betriebsführer, die Oewa, noch pro Jahr rund eine Million Kubikmeter Trinkwasser, die zwar in den verbandseigenen Wasserwerken gefördert werden, aber nie beim Kunden ankommen. Schuld an den Wasserverlusten sind unter anderem Trinkwasserleitungen, die noch aus der Zeit um 1900 stammen und nach über einhundert Jahren oft kaputt gehen.

Erst im September des vergangenen Jahres hatte es in der Oschatzer Bahnhofstraße einen Wasserrohrbruch gegeben, bei dem nicht nur die Oewa, sondern auch Feuerwehr und Polizei im Einsatz waren. Faktisch über Nacht hatte sich ein Bereich der Bahnhofstraße in eine Seenlandschaft verwandelt. Eine spätere Auswertung hatte ergeben, das ein 200-Millimeter-Asbestbeton-Rohr aus DDR-Zeit der Länge nach aufgerissen war und repariert werden musste. Solchen und ähnlichen Szenarien wollen die Wasserversorger jetzt vorbeugen. Eine der wichtigsten Investitionen des Wasserverbandes in der Oschatzer Region in diesem Jahr ist die Erneuerung des 200-Milimeter-Wasserrohrs in der Bahnhofstraße. Rund 200 000 Euro will der Verband hier investieren. „Bahnhofstraße, Gartenstraße, Lutherstraße – das ist ein durchgehendes Leitungssystem, welches sich in der Vergangenheit auf Grund seines Alters als sehr störanfällig erwiesen hat“, sagt der Oschatzer Netzmeister Roland Hammer. „Wenn es auf dieser Leitung mit dem Durchmesser von 200 Millimeter einen Rohrbruch gibt, dann führt dies zu einem erheblichen Druckabfall in Trinkwassernetz, was dann zu Versorgungsschwierigkeitein in den Haushalten führen kann“, so Hammer. „Wir werden von der Friedensstraße ausgehend die Bahnhofstraße entlang stadteinwärts bis in die Lutherstraße arbeiten und dann bis zur Bundesstraße 6 und auch vom Abzweig Lutherstraße/Bahnhofstraße die Gartenstraße in einem Auftrag bauen lassen“, sagt Hammer.

Im Oschatzer Gebiet und auch im weiteren Verbandsgebiet sind vor allem auf Grund von vorgesehenen Straßenbauarbeiten im Vorfeld auch Erneuerungen der Trinkwasseranlagen vorgesehen. Insgesamt sollen rund 3500 Meter Leitung erneuert werden. „3,5 Kilometer, das klingt erst einmal unspektakulär, wenn es sich um eine ungestörte Trasse auf einem Feld handelt. Wir befinden uns aber im innerstädtischen Bereich, bei dem im Tiefbau immer wieder Überraschungen auftreten können“, so Roland Hammer. Auf der Agenda der Wasserversorger stehen in diesem Jahr in Oschatz auch die Parkstraße am Krankenhaus, wo einseitig der Fußweg gebaut werden soll sowie ein Brückenbauwerk in Leuben. Außerdem die sind die Dr.-Külz-Straße, die Wilhelm-Pieck-Straße und die Dresdener Straße Teil des Programms. Im weiteren Verbandsgebiet steht der zweite Teilabschnitt der Ernst-Thälmann-Straße in Mügeln auf dem Plan. In Dahlen ist der Bereich Bahnhofstraße/Ecke Hainstraße im Bau, in Gastewitz wird die Ortsdurchfahrt gemacht, da wird zuvor auch die Trinkwasserleitung saniert. Auch in Treptitz und Olganitz sind innerorts straßenbaubegleitend Arbeiten vorgesehen. Nach Fertigstellung der Straßen haben die Wasserversorger in Nachhinein kaum eine Möglichkeit, Arbeiten an den Leitungen vor zu nehmen.

Von Hagen Rösner

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