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Oschatzer "Banane" ein Fall für die Abrissbirne

Oschatzer "Banane" ein Fall für die Abrissbirne

Die Tage der "Banane" vor der Oschatzer Stadtmauer an der Altoschatzer Straße sind offenbar gezählt. In seiner Sitzung am Donnerstag will sich der Hauptausschuss der Stadt Oschatz mit dem Abriss des Objektes beschäftigen.

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Der gelbe Anstrich täuscht über die Sanierungsbedürftigkeit hinweg. Um das Haus zu erhalten müsste die Stadt viele Tausend Euro investieren und einen Mieter finden.

Quelle: Dirk Hunger

Die "Banane" - das ist das gelbe Gebäude an der Stadtmauer zwischen Altoschatzer Straße und Rosmarinstraße. Ursprünglich gehörte das Gebäude zum Großen Ratszwinger, einem saisonweise betriebenen Ausflugslokal. Das Lokal wurde schon 1923 abgerissen, nur das Gartenhaus - die heutige "Banane" überlebte die Zeit. Warum das Gebäude übrigens zu seinem Namen "Banane", kam, ist bis heute nicht geklärt. Dr. Manfred Schollmeyer gibt in seinem Buch über die Oschatzer Gaststätten einen Erklärungsversuch: "Das Gartenhaus hatte man allerdings belassen und vermietete das kleine Gebäude 1924 an den Pächter Richard Thiele. Er bekam die Konzession zum Ausschank von Flaschenbier, Kaffee, Milch, Schokolade und alkoholfreien Getränken. Daneben war ihm der Verkauf von Obst und Südfrüchten erlaubt. Ob sich von den Südfrüchten die folgende und heute noch gebräuchliche Bezeichnung ,Banane' abgeleitet hat, ist ungewiss."

 

Für zahlreiche Oschatzer ist das Gebäude heute noch mit vielen Erinnerungen verbunden. Das täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass das Objekt stark sanierungsbedürftig ist und sich auch keine Mieter finden.

 

"Wir haben schon vor einem Jahr vom damaligen Mieter erfahren, dass der Vertrag nicht weitergeführt wird. Seitdem sind wir auf der Suche nach einem Mieter oder Nutzer. Doch alle Anstrengungen waren bisher vergebens", bestätigt der Oschatzer Bauamtsleiter Michael Voigt.

 

In der Oschatzer Stadtverwaltung ist man sich inzwischen sicher, dass die Suche nach einem neuen Mieter aussichtslos ist. Im Mauerwerk wurde aufsteigende Feuchtigkeit diagnostiziert. Damit ist Schimmelbefall vorprogrammiert. Außerdem ist das Dach undicht und geheizt werden kann nur mit elektrischen Nachtspeicheröfen. "Für eine gewerbliche Nutzung sind zudem die Anfahrtsmöglichkeiten an das Gebäude mit einer Grundfläche von 43 Quadratmetern sehr eingeschränkt", betont der Bauamtsleiter.

 

Nach Prüfung der Sachlage wurde auch festgestellt, dass das Gebäude kein Denkmalobjekt ist. "Es gibt jedoch eine denkmalpflegerische Auflage zum Erhalt des Hauses. Sollten wir das Gebäude abreißen lassen, dann müsste die historische Stadtmauer entsprechend wieder sichtbar aufgearbeitet werden", sagt Michael Voigt.

 

© Kommentar

Hagen Rösner

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