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Oschatz Oschatzer Band Swingfield tritt im „Müntzer“ auf
Region Oschatz Oschatzer Band Swingfield tritt im „Müntzer“ auf
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14:05 16.03.2016
Startklar für ihren Auftritt in Oschatz: Wolfgang Thibault, Jörg Petermann und Andreas Hustig (v.l.) von Swingfield. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Ein Biologe, ein Tankwart und ein Künstler treffen sich zum Musizieren. Was sich wie der Einstieg für einen zotigen Witz anhört, trägt sich tatsächlich jeden Dienstag in Schmorkau zu.

Bereits seit Jahren gehört es für Jörg Petermann dazu, den Kontrabass im Auto zu verstauen und sich zu seinem Freund und Bandkollegen Wolfgang Thibault zu begeben. Seit 2006 geht das nun schon so. „Als die Band einen Bassisten suchte, war ich sofort Feuer und Flamme. Endlich konnte ich meine Lieblingsmusik auch selbst spielen“, erinnert er sich heute.

Neustart als Trio

Gemeinsam mit Andreas Hurtig und Wolfgang Thibault bildet er seit 2014 die Band Swingfield. „Vor nun fast zwei Jahren ist der Bandgründer Tilo Reschke ausgestiegen und wir mussten uns als Trio erst einmal neu organisieren und unseren eigenen Weg finden“, erklärt Thibault. Das ist den Musikern bis heute auch gut gelungen, und das liegt nicht nur an der Liebe zum Jazz, sondern auch an der Disziplin, mit der sie ihr Hobby betreiben. Der Bandalltag ist fest durch organisiert. Es wird gemeinsam geprobt, aber auch Zuhause wird sich nicht auf die Faule Haut gelegt. „Man überlegt eigentlich immer, was man neu einbringen kann. Songs, Arrangements oder einfach nur die Reihenfolge der Lieder zum Auftritt“, so Petermann.

Quelle: Janett Petermann

Saison für Swing und Jazz ist immer. Geburtstage haben die Leute ja auch das ganze Jahr über. Doch Swingfield ist nicht nur ein Garant für gute Stimmung auf Partys. In ihrer Paraderolle kann man die Musiker seit Jahren auf dem Dresdner Dixieland zur Dampferparade bewundern. Auf der Elbe mit einem Glas Wein und gutem Jazz im Ohr lassen es sich Musikkenner auf dem Dampfschiff gut gehen. Im feinen Zwirn besteigen die Passagiere das Schiff und schippern in den Sonnenuntergang. Doch spätestens, wenn sich die Dunkelheit über die Elbe legt und das Schiff bei Pillnitz kehrt macht, haben die Kellner ihre liebe Not, die Tabletts mit Erfrischungen für die erhitzten Passagiere durch die swingenden Reihen zu bringen.

Niemand ist tatsächlich ausgebildeter Musiker

Ausgebildeter Musiker ist keiner von Ihnen. Die Leidenschaft, meist entfacht in den Kindertagen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Lebensläufe. Und es ist nicht nur die Musik, die sie verbindet. „Wenn wir nicht befreundet wären, würde das gar nicht so gut klappen“, resümiert Andreas Hurtig. So waren sie sich auch einig, als es um ihr nächstes Projekt ging.

Am 19. März wird im Thomas-Müntzer Haus geswingt, was das Parkett hergibt. „Unser Anliegen ist es, auch dem Oschatzer Publikum zu zeigen, was wir in den letzten Monaten erarbeitet haben“, so der Schlagzeuger Thibault. Eine feste Zielgruppe hat die Band nicht. Wer mit Jazz und Blues aufgewachsen ist erkennt an den Kompositionen des Trios den Stil der berühmten Vorbilder wieder. Klar ist, dass man gar nicht still sitzen bleiben kann und selbst dem coolsten Zuhörer nach wenigen Titeln zumindest der große Zeh mit wippt. Karten gibt es an der Abendkasse im Thomas-Müntzer-Haus .

Vorfreude auf bekannte Gesichter

Bis es soweit ist, steht noch die letzte Probe an. Die Tage bis zum Wochenende gilt es dann, die Hemden zu bügeln und sich mental auf einen großen Auftritt mit eindeutigem Heimvorteil einzustimmen. „Gerade bei einem Swingabend in Oschatz freuen wir uns über viele bekannte Gesichter. Natürlich will man nicht nur in der Ferne begeistern, wie bei einem Großteil unserer Auftritte in der Vergangenheit, sondern sich auch in der Heimat einen Namen machen“, freut sich Jörg Petermann auf das anstehende Konzert.

Von Janett Rohnstock

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