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Oschatz Oschatzer Baumschule mit neuem "Direktor"
Region Oschatz Oschatzer Baumschule mit neuem "Direktor"
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18:43 17.01.2012
Wolfgang Müller reicht den symbolischen Staffelstab an seinen Sohn Dag weiter. Der neue Geschäftsführer der Baum- und Rosenschule in Oschatz will in diesem Jahr in den Ausbau der Containerproduktion von Obstgehölzen investieren. Quelle: Dirk Hunger

So reibungslos wie in diesem Fall geht der Generationswechsel nach Einschätzung des Verbandes Gala-Bau in Sachsen nicht immer über die Bühne.

"Ein Glücksfall, wie das in Oschatz funktioniert", sagt Horst Bergmann. Er ist Geschäftsführer des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (Gala-Bau) in Sachsen. In dieser Branche gibt es im Freistaat etwa 800 Firmen mit 5000 Beschäftigten. "Bei 200 bis 300 Unternehmen steht in den nächsten zehn Jahren eine Betriebsübergabe an. Das ist ein Thema, das uns sehr beschäftigt. Es gibt eine ganze Reihe von Firmen, in denen das nicht gelöst ist. Da arbeitet der Chef noch mit 70 Jahren, weil er keinen Nachfolger findet", sagt Bergmann.

Wolfgang Müller hatte kein Problem, einen Nachfolger zu finden. Sein Sohn Dag ist Gärtnermeister und arbeitet seit 1996 im elterlichen Betrieb. Seit mehreren Jahren ist der Sohn bereits als Produktionsleiter tätig. Der Senior gibt die Verantwortung nun aus gesundheitlichen Gründen ab. "Ich werde noch weiter helfen, aber nicht mehr die erste Geige spielen", sagt der 59-Jährige. Eine Konstellation, mit der sein Sohn offenbar gut leben kann. "Ich bin froh, dass mir mein Vater noch beratend zur Seite steht", sagt der neue Geschäftsführer.

Sein Vater hat das Unternehmen vor 21 Jahren gegründet - mit anfangs zehn Mitarbeitern. Heute zählt die Baum- und Rosenschule 20 Mitarbeiter (inklusive zwei Lehrlinge), die im vergangenen Jahr eine Umsatz von knapp einer Million Euro erwirtschafteten. Auf einer Fläche von 25 Hektar werden Obstgehölze und Rosen herangezogen. Das Unternehmen gehört damit zu den größten Produzenten in Sachsen, bei der Rosenhochstammproduktion (35 000 Stück pro Jahr) sogar zu den drei größten Produzenten deutschlandweit. "Wir beschäftigen ausschließlich einheimische Arbeitskräfte - und das soll auch so bleiben", sagt Dag Müller.

In seinem ersten Jahr als Geschäftsführer will der 34-Jährige eine größere Investition in Angriff nehmen. "Wir werden unsere Containerfläche für Obstgehölze bei Striesa verdoppeln und dort eine Versandhalle bauen", kündigt der Gärtnermeister an. Rund 350 000 Euro sind dafür nach seinen Angaben eingeplant. Derzeit zieht das Unternehmen etwa ein Viertel der 120 000 Obstgehölze jährlich in Plastikkübeln heran, die Container genannt werden. Drei Viertel der Obstbäume werden auf dem Feld herangezogen. Künftig soll jeder zweite Obstbaum im Container herangezogen, die Feldproduktion entsprechend verringert werden. "Der Vorteil ist, dass Obstgehölze im Container das ganze Jahr über gekauft werden können", sagt Dag Müller. Für den Umsatz ist er jetzt als Geschäftsführer allein verantwortlich. Frank Hörügel

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