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Oschatz Oschatzer Buschner-Villa droht die Abrissbirne
Region Oschatz Oschatzer Buschner-Villa droht die Abrissbirne
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Die ehemalige Buschner-Villa soll nach den neuen Plänen abgerissen werden. Hier ist ein Neubau vorgesehen. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

"Als wir damals das alte Feuerwehrgebäude in der Reithausstraße verkauft haben, wurde ich häufig angesprochen, was aus der Villa und dem angrenzenden Gebäude wird. Das seien doch schöne Wohngrundstücke, die jetzt aber leer stehen", so Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Daraufhin hat die Oschatzer Wohnstätten GmbH, der die beiden Grundstücke gehören, gehandelt und ein Konzept für die Nutzung erarbeitet. "Im Aufsichtsrat der Wohnstätten haben wir uns intensiv mit dem Vorhaben beschäftigt, aber wir benötigen noch mal eine Willenserklärung des Stadtrates zu dem Projekt", so der Oberbürgermeister.

"Die Abstimmung der Stadt Oschatz und der Wohnstätten gehen sogar noch weiter zurück. Seit 2013 stehen das Bauamt und die Wohnstätten bei diesem Vorhaben in Kontakt", sagt Bauamtsleiter Michael Voigt. Ursprünglich ging es sogar um die Gesamtüberplanung des Areals zwischen Reithausstraße, Promenade und Borngässchen. Allerdings konnten hier nicht alle Grundstücke in die Planung einbezogen werden, so dass am Ende nun nur noch über die Reithausstraße 1 und 1a sowie über die Flächen im Hofbereich beraten wird. Nach Möglichkeit soll der hintere Bereich mit den Privateigentümern gemeinsam gestaltet werden.

In der Hauptsache geht es jedoch darum, die ehemaligen Buschner-Villa, die von dem damaligen Oschatzer Waagenfabrikanten Pfitzer gebaut wurde, abzureißen und durch einen modernen und zeitgemäßen Neubau zu ersetzen.

Das historische Gebäude wurde in den 1920er Jahren umgebaut. Seitdem herrscht an dem Objekt Sanierungsstau. "Verblieben ist ein baufälliger, kaum noch sanierungsfähiger und durch eine schlichte Fassade geprägter Bau", fasst Bauamtsleiter Michael Voigt zusammen. Er macht jedoch auch deutlich, dass die Denkmalbehörde anderer Auffassung ist und es gern sehen würde, wenn das Objekt erhalten bliebe.

Mit dem Neubau werde auch die jetzige Lücke zwischen der Buschner-Villa und dem angrenzenden Neubau in der Promenade geschlossen. "Das würde den Verkehrslärm im rückwärtigen Bereich erheblich senken", so Michael Voigt. Allerdings soll entsprechend der Planungen eine Gasse zwischen dem geplanten Neubau und der Reithausstraße 1a entstehen. Endgültige Planungen gibt es bisher noch nicht. Darüber wird der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Hagen Rösner

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