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Oschatz Oschatzer Carnevalsclub macht Dampf: Umzug mit der Döllnitzbahn
Region Oschatz Oschatzer Carnevalsclub macht Dampf: Umzug mit der Döllnitzbahn
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21:19 24.02.2018
Faschingszug Oschatzer Carneval Club 2018 mit der Döllnitzbahn Quelle: Steffen Bahnemann
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Oschatz/Mügeln

Ein Dampfzug voller Narren, eine verschneite Winterlandschaft und jede Menge Stimmung – sogar an den Haltepunkten. Die diesjährige Auflage der Faschingsfahrt des Oschatzer Carnevalsclubs (OCC), der Döllnitzbahn und des Fördervereins Wilder Robert war ein voller Erfolg – auch dank des zahlreich erschienen Publikums entlang der Strecke zwischen Oschatz und Mügeln.

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Faschingszug Oschatzer Carneval Club 2018 mit der Döllnitzbahn

Bei der vierten Auflage des Faschingsum-Zuges auf schmaler Spur am Sonntag herrschten Temperaturen zwischen vier Grad über Null und vier Grad unter Null. Aller guten Dinge waren in diesem Jahr also vier. Der Faschingszug fährt, durch die große und durchweg positive Resonanz auf ein kleines Jubiläum zu. In der kommenden Saison jährt sich die Premiere zum fünften Mal – Grund genug, um von einer Tradition zu sprechen.

Bei leichtem Flockenwirbel nahm der Wilde Robert am Sonntagvormittag Fahrt auf. Alexander Beck fuhr, gemeinsam mit Freunden, das erste Mal mit. „Sie waren letztes Jahr schon dabei und wollten mich dieses Mal unbedingt dabei haben. Wir sind an unterschiedlichen Stellen zugestiegen, was aber gar nicht schlimm ist. Von Station zu Station steigt hier die Stimmung. Denn jeder Narr, der zusteigt, hat noch eine Portion mehr gute Laune im Gepäck“, so der Oschatzer.

Im Laufe des Tages zeigte sich die Sonne immer öfter, ohne je

doch den Schnee zum Schmelzen zu bringen. Besseres Wetter kann es für so eine Fahrt kaum geben. Für Annett Tschierske aus Bornitz und Rita Hahn aus Reppen ging mit der Fahrt ein kleiner Traum in Erfüllung. „Seit der ersten Fahrt im Jahr 2015 begleiten wir immer den Zug, fahren im Auto nebenher und hoffen, etwas vom Programm mitzuerleben, das geboten wird. An Karten sind wir nie rangekommen – bis heute. Wir erfuhren am Oschatzer Bahnhof, dass noch Karten zu haben sind von Passagieren, die kurzfristig verhindert waren – das war unsere Chance, jetzt sind wir endlich mittendrin. Und das ist noch mal ein gehöriger Unterschied. Schade nur, dass wir auf die Schnelle gar keine richtigen Kostüme haben“, so Annett Tschierske.

Während des gesamten Zuges spielten die Mitglieder der Geilen Gugge aus Belgern für Publikum und Passagiere. An den Haltepunkten Südbahnhof, Naundorf und Mügeln gaben sich dann die Aktiven des Sächsischen Fechtvereins Oschatz, der Line Dancer Casabra, des Dahlener Carneval Clubs und natürlich des Oschatzer Carneval Club die Ehre. Mit Ausschnitten aus ihrem Repertoire begeisterten sie vor allem jene Zaungäste, die es bisher nicht zu einer der Veranstaltungen geschafft hatten. Und schließlich war es auch für diejenigen beim OCC, die das Männerballett einstudiert hatten, nach der bisher einzigen Aufführung in der Stadthalle noch einmal Gelegenheit, zu zeigen, was sie wochenlang trainiert hatten.

„Die Zusammenarbeit mit der Gugge und den anderen Vereinen klappt Jahr für Jahr besser. Das zeigt uns, dass die Entscheidung richtig war – unterwegs hatten wir dieses Mal noch mehr Zuschauer als in den vergangenen Jahren“, sagt Juliane Franke, beim OCC verantwortlich für die Koordination des Faschings-Zuges.

Dass beim Umzug mit der Lokomotive zwischen Oschatz und Mügeln auch für jene etwas geboten wird, die selbst nicht mitfahren, begeisterte Romy Direske aus Oschatz. Sie selbst ist von Anfang an dabei, weiß aber, dass etliche Faschingsfans an die Haltepunkte pilgern, weil sie sich dieses einmalige Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Lob sprach Direske auch für den Teams auf den Wagen während der Fahrt aus. „Sie achten auf Sicherheit, Versorgung und dass es nirgendwo zu voll wird – das ist spitze organisiert.“ Ärgerlich sei dagegen, dass einige Passagiere eigene Getränke mitbringen. Das sei ein Schlag ins Gesicht derer, die für diese Idee so viel investieren.

Von Christian Kunze

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