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Oschatz Oschatzer E-Werk-Bienen liefern in diesem Jahr ersten Honig
Region Oschatz Oschatzer E-Werk-Bienen liefern in diesem Jahr ersten Honig
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06:00 31.08.2018
Rico Weiße präsentiert den süßen Lohn seiner fast zweijährigen Imkerarbeit im E-Werk. Der erste Honig geht an Sponsoren und Unterstützer des Soziokulturellen Zentrums. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Oschatz

Sie haben sich gut eingelebt, die Bienen im Garten des Oschatzer E-Werks. Rico Weiße, Geschäftsführer beim Oschatzer E-Werk, pflegt mit seinem Team im Garten des ehemaligen Elekrizitätswerkes nicht nur Mangold, Tomaten und Möhren, etwas abseits steht seit dem Frühjahr des Vorjahres auch ein Bienenvolk. „Das hat sich im letzten Jahr prächtig entwickelt. Die Umgebung rund um das Oschatzer E-Werk scheint bestens Nahrung für die Bienen bereit zu halten", sagt Rico Weiße. Das Volk erhielt er von einem Freund, der einen Bienenschwarm eingefangen und im Garten des E-Werks in eine Bienenkiste einlogiert hatte. Jetzt haben die Bienen geliefert – nämlich den ersten Oschatzer E-Werk-Honig.

„Ich schätze mal, dass es so 15 bis 20 Kilogramm Honig sind, die wir kürzlich geerntet haben“, sagt Weiße. Im Gegensatz zu den Magazinimkern, die bis zu dreimal im Jahr Honig den Völkern entnehmen können, ernten die Bienenkisten-Imker einmal im Jahr einen Honig, der das gesamte Oschatzer Blütenspektrum von der Weide bis zur Lindenblüte umfasst. Geschmacklich braucht sich die Oschatzer Honigernte nicht zu verstecken. Natürlich süß und blumig kommt das Bienenprodukt daher. „Die Honigernte war eine ganz schöne Matscherei, das hatte ich so nicht erwartet. Die Honigwaben werden vorsichtig herausgeschnitten, dann gequetscht und anschließend läuft der Honig durch ein Sieb aus“, verdeutlicht Weiße, der sich inzwischen durchaus den Gebrauch einer Honigschleuder und einer anderen Betriebsweise für sein Volk vorstellen kann.

Und wo kann man den Oschatzer E-Werk-Honig bekommen? Die Antwort von Rico Weiße ist kurz und bündig: „Nirgends.“ Die süße Flüssigkeit ist unverkäuflich und wird zumindest in diesem Jahr ausschließlich verschenkt. „Wir haben 200-Milliliter-Gläser bestellt. Darin füllen wir den Honig ab und verschenken ihn zum Jahresende an Unterstützer und Sponsoren des E-Werks.“ Den süßen und auch gesunden Dank aus dem E-Werk sieht Rico Weiße auch gleichzeitig als besondere Auszeichnung für die Unterstützer.

Angesichts des nahenden Herbstes stellt sich die Frage, wie es mit dem Bienenvolk im E-Werk weitergeht. Rico Weiße hat da genaue Vorstellungen, weiß aber noch nicht, ob die sich auch wirklich umsetzen lassen. „Ich hatte ursprünglich vor, meinen Bienenbestand zu erweitern und hatte dabei auch auf einige Schwärme gehofft, die ich hier im Garten unterbringen kann, das Frühjahr hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt der Jung-Imker. Bienenschwärme und Frühjahr 2018 – das passte einfach nicht zusammen. „Es gab einfach keine Schwärme und leider lässt sich aus einem Volk in einer Bienenkiste nicht mal eben ein neues Volk gewinnen“, bedauert Weiße. Er könnte sich gut bis zu fünf Völker auf dem Gelände des E-Werks vorstellen. „An Pollen und Nektar sollte es den Bienen hier in der Gegend nicht mangeln“, hat er festgestellt. Ab dem kommenden Jahr sollen noch ein paar Völker dazukommen. „Die schlage ich allerdings nicht mehr in einer Bienkiste ein, sondern sie kommen in einen Einraumbeute, die ich gebaut habe. Dort gibt es dann auch Rähmchen mit Waben und man kommt auch einfach mehr und intensiver mit den Bienen in Kontakt“, sagt Weiße. Er hofft für den kommenden Herbst und Winter, dass sein jetziges Volk gut diese Zeit übersteht.

Von Hagen Rösner

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