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Oschatz Oschatzer Feuerwehr pumpt Keller nach starkem Regenguss leer
Region Oschatz Oschatzer Feuerwehr pumpt Keller nach starkem Regenguss leer
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14:59 16.06.2016
Die Oschatzer Wehr pumpt Keller in der Friedensstraße leer. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Eine Viertelstunde heftiger Niederschlag sorgte am frühen Mittwochabend für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen im Oschatzer Stadtgebiet. Stellenweise ging auch Hagel nieder. Körner mit einem Durchmesser bis zu einem Zentimeter wurden beobachtet.

Hobbymeteorologe und Wetterbeobachter Sebastian Schuffenhauer aus Oschatz hat mit seiner Wetterstation die Phänomene der Region von der Grenzstraße aus im Blick. „Zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr kamen binnen weniger Minuten 21 Liter auf den Quadratmeter runter“, sagte er auf Nachfrage der Oschatzer Allgemeinen. Das war zwar etwas weniger als bei den letzen Regengüssen dieser Art im Stadtgebiet, habe aber dennoch an den bekannten kritischen Punkten genügt.

Kurz, aber heftig: Starker Niederschlag sorgte am Mittwochabend für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller in Oschatz. Fotograf Dirk Hunger hat die Auswirkungen dokumentiert.

So hatten Autofahrer entlang der Bahnhofstraße mit Wasser zu kämpfen und auch die Kameraden der Oschatzer Feuerwehr rückten zu insgesamt fünf Einsätzen aus. Sebastian Schuffenhauer ist selbst aktives Mitglied der Wehr und hat einen eigenen Indikator dafür, wann es ernst wird. Dafür genügen schon geringere Regenmengen. „Sobald die Niederschlagsmenge auf zehn Liter pro Quadratmeter steigt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir alarmiert werden.“

Vollgelaufene Keller pumpten die Einsatzkräfte aus Oschatz am Mittwochabend in einem Wohnblock in der Friedensstraße 23 bis 27 aus. Neben der Bahnhofstraße war auch der Leipziger Platz mit der Leipziger Straße betroffen. Hier öffnete die Feuerwehr die Einläufe, damit das Regenwasser besser ablaufen konnte. Schließlich waren die Helfer noch am Wellerswalder Weg und auf der Bundesstraße 6 am Blauen Berg im Einsatz. Nach gut eineinhalb Stunden kehrten die 20 ausgerückten Kameraden wieder in ihr Depot zurück.

Für die kommenden Tage kann keine Entwarnung gegeben werden. „Ruhe vor dem Regen ist definitiv nicht in Sicht“, prognostiziert Schuffenhauer. „Ein Niederschlagsgebiet zieht vom Golf von Genua her über Europa und wird Deutschland nicht verschonen.“ Zu rechnen sei mit Regenmengen zwischen 20 und 130 Litern pro Quadratmeter, wobei es Sachsen und die Region aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit nicht ganz so stark treffen werde. Der Wetterbeobachter geht von 20 bis 80 Litern aus. Nicht zu unterschätzen sei ein Sturmtiefdruckgebiet, das den Regen begleitet. Böen mit einer Stärke von 60 Stundenkilometern seien zu erwarten, in der Spitze seien auch 80 bis 85 möglich.

Von Christian Kunze

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