Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Oschatzer Feuerwehr zieht Bilanz: 170 Einsätze im vergangenen Jahr

Brandschutz Oschatzer Feuerwehr zieht Bilanz: 170 Einsätze im vergangenen Jahr

Über 4000 Stunden im Einsatz und fast ebenso viele Stunden Freizeit für Aus- und Weiterbildung. Zur jüngsten Jahreshauptversammlung zog Wehrleiter Lars Natzke Bilanz und übte zudem Kritik an der neuen Alarmierungs- und Ausrückeordnung.

Einsatzübungen wie hier am Amtsgericht gehören zum Alltag der Oschatzer Feuerwehr.

Quelle: Günther Hunger

Oschatz. Die Kameraden der Oschatzer Feuerwehr rückten im vergangenen Jahr 170-mal zu Einsätzen aus. Die meisten Alarmierungen, 96 an der Zahl, erfolgten dabei in der Zeit zwischen 6 und 16 Uhr – also während der regulären Arbeitszeit der aktiven Mitglieder. Der einsatzstärkste Monat war dabei der August mit 23 Alarmierungen, gefolgt von Juni (22) und Mai (21). Schlusslichter sind Januar, März (jeweils 7) und Februar (6).

Probleme mit Einsatzbereitschaft in den Ortswehren

Von den 35 Männern und acht Frauen, die im Notfall zur Verfügung stehen, rückten tagsüber in der Woche im Durchschnitt zehn aus, an Wochenenden, Feiertagen und in den Abendstunden waren es im Schnitt doppelt so viele. Größere Probleme gibt es in den Ortsteilwehren. „Da die Einsatzbereitschaft hier tagsüber gegen Null geht, müssen wir weiter nach Alternativen suchen“, betonte Wehrleiter Lars Natzke. Das Gros der Alarmierungen war notwendig, um technische Hilfeleistungen vorzunehmen, beispielsweise bei Verkehrsunfällen (120 Einsätze), gefolgt von Bränden (50). Insgesamt 23 Mal retteten die Kameraden Menschenleben, zwei Mal kam jedoch jede Hilfe zu spät. Unverrichteter Dinge wieder ins Depot kehrten den Retter insgesamt 27-mal zurück, hier handelte es sich um Fehlalarmierungen. Insgesamt summiert sich das Geschehen auf 4483 Einsatzstunden, was etwa 104 Stunden pro zur Verfügung stehendem Mitglied der Einsatzabteilung entspricht. Erfreulich sei, dass 2016 der Personalstand des vergangenen Jahres gehalten wurde. Das Durchschnittsalter aller Einsatzkräfte in Oschatz liegt 31 Jahren.

Umzug Leitstelle nach Leipzig war Herausforderung

Eine wesentliche Herausforderung war der Umzug der Leitstelle von Delitzsch nach Leipzig. „Das hat viele Nerven gekostet. Selbst nach mehreren Monaten gibt es noch immer Probleme, die nicht behoben werden können, da die Verantwortung immer hin und her geschoben wird und das zum Leidwesen des Ehrenamtes“, moniert Wehrleiter Natzke. Die neue Alarmierungs- und Ausrückeordnung brachte es zudem mit sich, dass die Oschatzer 34-mal in den anderen Gemeinden, zum Beispiel Dahlen, Mügeln, Wermsdorf, Riesa, Naundorf und sogar Eilenburg die dortigen Abteilungen unterstützten. Umgekehrt rückten Mügeln, Naundorf, Riesa und Wermsdorf 20- mal aus, um Oschatz zu helfen.

Nicht minder beachtlich ist das Pensum der Aus- und Weiterbildung, das die Angehörigen der Oschatzer Wehr in den zurückliegenden zwölf Monaten absolviert haben. Benjamin Gäbler und Sven Mark erweiterten ihr Wissen im Rahmen der Schulungen des Landkreises (140 Stunden). An der Landesfeuerwehrschule summierten sich Lehrgänge von Danny Kaschel, Jörg Schimpke, Tobias Scholz und Andy Zillmer auf 340 Stunden. Um ein Vielfaches größer ist die Anzahl der Weiterbildungen, welche die Oschatzer Wehr auf eigene Initiative hin durchgeführt hat. Im 14-tägigen Rhythmus montags und freitags nach Feierabend leisteten sie an 25 Terminen hier insgesamt 3026 Stunden – im Depot und außerhalb der Wache. „Nicht mit eingerechnet sind hier diejenigen Leistungen, die wir in den 28 Zwischendiensten zur Reinigung der Fahrzeuge, des Gerätehauses sowie zur Einweisung der Maschinisten und der Kontrolle der Fahrzeugbeladung komplett ehrenamtlich investiert haben“, so der Wehrleiter.

Nachwuchs an Schulen im Visier

Schließlich widmete die Wehr in 2016 allen städtischen Schulen und Kindereinrichtungen besondere Aufmerksamkeit. Dort fanden flächendeckend Einsatzübungen statt. Von denen profitieren die Einsatzkräfte, die Erzieherinnen und Lehrkräfte und die jungen Besucher in gleichem Maße. Denn nicht nur Gerätehausbesuche finden zunehmenden Anklang. Auch die Möglichkeit, nach einer erfolgreichen Übung vor Ort die Technik zu präsentieren, nutzt die Oschatzer Wehr zum Nachwuchsgewinn.

Von Christian Kunze

Oschatz 51.3006128 13.1059825
Oschatz
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

19.08.2017 - 17:28 Uhr

Mit einem Doppelpack ebnet Patrick Böhme den Weg zum 4:0 Sieg gegen den Aufsteiger aus Bad Düben 

mehr