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Oschatz Oschatzer Förderverein sammelt Geld: Raum über Nordsakristei soll Depot werden
Region Oschatz Oschatzer Förderverein sammelt Geld: Raum über Nordsakristei soll Depot werden
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06:00 07.04.2017
Oben: künftiges Lager, rechts: Berthold Zehme und neue Türmer – Ina Friebel, Wilfried Thürigen, Hans-Günter Sirrenberg. Es fehlt Grit Wegner.
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Oschatz

Die Türmerstube im Südturm der St. Aegidienkirche öffnet am 9. April ab 14 Uhr erstmals in diesem Jahr für Besucher. Das ehrenamtliche Türmer-Team vereint Mitglieder und Nicht-Mitglieder des Fördervereins Rettet St. Aegidien und zählt seit Jahresbeginn über 40 Männer und Frauen. Sie sichern die Öffnungszeiten an Wochenenden ab, leisten unentgeltlich Dienst über den Dächern.

Grit Wegner, Ina Friebel, Wilfried Thürigen und Hans-Günter Sirrenberg sind die Neuen. Wilfried Thürigen aus Strehla ist als einstiger Oschatzer noch mit Stadt und Kirche verbunden, Hans-Günter Sirrenberg bleibt nach dem Ausscheiden als Sozialdezernent des Landkreises Nordsachsen im Ruhestand weiter im höheren Dienst – jedoch ehrenamtlich. Ina Friebel ist seit ihrer Schulzeit begeistert von der Oschatzer Türmerwohnung. Sie verfasste vor 25 Jahren als Elftklässlerin eine Belegarbeit zur Funktion und Geschichte der Türmer von St. Aegidien – ihr damaliger Mentor: Pfarrer und heutiger Vereinsvorsitzender Berthold Zehme.

Am Ostersonnabend geht es dann mit vollem Einsatz in die Saison – wochentags außer Montag empfängt der hauptamtliche Türmer Alexander Nitsche Einwohner und Touristen. Für die kommenden Wochen hat er schon etliche Gruppenanmeldungen angenommen. Die Einnahmen kommen dem Verein und damit dem Erhalt der Kirche zugute.

Ein sanierungsbedürftiger Raum über der Nordsakristei steht 2017 besonders im Fokus: der einstige Versammlungsraum der vor der Reformation tätigen Laienbruderschaft zum Altar des Jakobus. Bruderschaften wie jene setzten sich aus Menschen zusammen, die nicht der Kirche angehörten, aber dennoch gemeindliche Aufgaben wahrnahmen. Deren einstiger Treffpunkt soll wieder hergestellt und künftig vom Verein genutzt werden.

Seit der Vereinsgründung vor bald 26 Jahren hat sich vieles angesammelt. „Unsere Utensilien waren bisher bei Mitgliedern untergebracht. Ein ordentliches Lager fehlt. Der besagte Raum wurde im Zuge des Wiederaufbaus der Kirche durch Architekten Alexander Freiherr von Heideloff nach dem Stadtbrand 1842 nicht angetastet. Das wollen wir ändern, sanieren und ihn als Lager nutzen. So hätten wir alles unter einem Dach. Idealer geht es nicht“, meint Vorsitzender Berthold Zehme. Nach bisherigen Schätzungen sind dafür rund 45 000 Euro nötig. Zehme hofft auf viele Unterstützer: „Jeder Euro hilft uns näher ans Ziel“.

Von Christian Kunze

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