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Oschatzer Fotograf Günther Hunger eröffnet Ausstellung

Ausstellung Oschatzer Fotograf Günther Hunger eröffnet Ausstellung

Schätzungsweise mehr als 120 000 Fotos von Günther Hunger sind in verschiedenen LVZ-Ausgaben abgedruckt worden. Einen winzig kleinen Querschnitt davon zeigt der langjährige Oschatzer Bildreporter derzeit in einer Ausstellung im Thomas-Müntzer-Haus. „Große und kleine Momente“ heißt die Schau.

Günther Hunger zeigt derzeit in Oschatz einen Querschnitt seines Schaffens.

Quelle: Jana Brechlin

Oschatz. Dann gähnt sie ganz selbstvergessen: Das Mädchen mit den kurzen Haaren und dem Rautenpullover, das Günther Hunger in der Schule mit seiner Kamera beobachtet hat. Nahm die Schülerin den Fotografen zuerst noch wahr und blinzelte hin und wieder in die Linse, hatte sie den Beobachter bald vergessen – das war die Gelegenheit für die schönsten Porträts. Ein paar davon sind ab sofort im Thomas-Müntzer-Haus zu sehen, wo Günther Hunger seine Ausstellung „Große und kleine Momente“ eröffnet hat. Da gibt es Schwarz-Weiß- und Farbfotos von Menschen, Landschaften und Gebäuden, weitläufige Ansichten ebenso wie Details.

Erste Schultag mit fotografierenden Vätern

Erste Schultag mit fotografierenden Vätern.

Quelle: Günther Hunger

Gemeinsam mit der Oschatzer Freizeitstätten GmbH präsentiert er dort bis zum 11. September einen Querschnitt seines Schaffens. Über 100 Bilder, die von Ehefrau Hannelore auf 28 Tafeln arrangiert wurden, lassen zumindest eine Ahnung davon aufkommen, was ihm von 1972 bis 2012 in seinen Jahren als Bildreporter bei verschiedenen Lokalausgaben der LVZ so alles vor die Linse gekommen ist. Dabei, so der heute 65-Jährige, habe er schon als Kind beim Sonntagsspaziergang den Fotoapparat seines Vaters umgehängt bekommen. Bereits 1968 habe er als Schüler sein erstes Foto in der Zeitung veröffentlichen können. Im Laufe der Jahre seien schätzungsweise 120 000 weitere abgedruckt worden.

Alltagsszene

Alltagsszene

Quelle: Günther Hunger

In seiner Arbeit hat sich oft ein Kreis geschlossen: Grundsteinlegungen dokumentierte Günther Hunger genauso wie Sprengungen – zu sehen ist in der Ausstellung etwa die vom Kraftwerk in Espenhain, er bildete den ersten und den letzten Schultag ab, hielt mit Neugeborenen den Lebensanfang im Bild fest und kam auch um tragische Ereignisse, die den Tod forderten, nicht herum. „Am liebsten hatte ich freundliche Menschen vor meiner Linse. Von manchen habe ich vielleicht mehr Fotos als sie selbst“, schätzte er ein. Neben schönen Frauen haben es ihm die einfachen Leute in Alltagsszenen angetan.

Gerade weil Günther Hunger abgesehen von seiner Zeit als Bildreporter in Döbeln, Delitzsch und Borna lange Jahre in Oschatz tätig war, dürfte für viele Besucher Bekanntes dabei sein: Farbenprächtige Stadtansichten mit Rathaus und Aegidienkirche etwa, die es auch auf Postkarten geschafft haben. Auch seine Lieblingsinsel Rügen ist auf einer Tafel zu sehen. Und dann gibt es noch Spektakuläres: Beeindruckende Tagebau-Aufnahmen etwa oder Bilder vom Transport der Heuersdorfer Emmauskirche aus dem Abbaugebiet hin zum neuen Standort. „Da haben wir die Kirche nicht im Dorf gelassen“, sagte Hunger vor den Gästen zur Eröffnung. Klingt lässig, war aber ein aufwendiges und zeitintensives Unterfangen. Kein Wunder, schließlich war der Oschatzer oft in den Abend- oder Nachtstunden unterwegs, wenn sich tolle Fotomotive anboten. „Deshalb bin ich meiner Familie, die oft zurückstecken musste, für ihr Verständnis dankbar“, sagte er. Sein Dank gelte aber auch den Lesern der LVZ-Ausgaben, alles in allem hätten rund 45 000 Abonnenten seine Fotos zu Gesicht bekommen.

Ergänzend zur Bilderschau hat Günther Hunger im Müntzerhaus auch zwei Vitrinen bestückt: Eine mit seinen Büchern, eine zweite mit alten Kameras (16 insgesamt hat er im Berufsleben verbraucht), Stativen und Filmen.

Von Jana Brechlin

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