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Oschatzer Geburtenstation schließt bereits am Sonnabend

„Collm Klinik“ Oschatzer Geburtenstation schließt bereits am Sonnabend

Früheres Aus für Oschatzer Geburtenstation. Lange kämpften die Chefetage und Aufsichtsrat für den Erhalt der Oschatzer Geburtenstation. Auf Grund der wenigen Geburten jedoch ist es nicht möglich, die Abteilung am Leben zu erhalten. So wurde beschlossen, die Station am Ende des Jahres zu schließen. Nun wird es sogar noch früher.

„Zulieferer Adebar“ kann das Oschatzer Krankenhaus nicht mehr „anfliegen“.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Als ob das Drama nicht schon groß genug wäre – die Schließung der Entbindungsstation in der Oschatzer „Collm Klinik“ am Ende des Jahres: Jetzt wird es sogar noch früher, nämlich am Sonnabend. Das erfuhr OAZ von Klinik-Geschäftsführerin Sabine Trudel. Darüber informierte sie auch werdende Eltern und Angehörige, die Beschäftigten des Krankenhauses, niedergelassene Ärzte, die Rettungsleitstelle und die Notfallambulanz.

Grund für diesen Schritt sei in erster Linie ein Personalproblem. „Von zehn Hebammen sind derzeit vier im Dienst. Die anderen seien im Mutterschutz, Elternzeit, im Studium und krank.“ Das bestätigten am Donnerstag die beiden Hebammen Beate Schönthier und Anke Hübel. Es sei einfach nicht möglich, mit vier Hebammen einen 24-Stunden-Dienst abzusichern.

„Der letzte Termin zur Aufnahme von Schwangeren ist am Freitag, dem 11. Dezember, um 14 Uhr!“, so die Chefin Trudel. Schwangere müssten ab Sonnabend, den 12. Dezember, ab 6.30 Uhr in einer Klinik mit angeschlossener Geburtshilfe betreut werden. „Die Kliniken in Torgau, Wurzen, Grimma, Leisnig und Riesa sind in Kenntnis gesetzt und erwarten die werdenden Mütter zur weiteren Betreuung.“

Chefärztin Elinor Enke werde auch die „Collm Klinik“ verlassen. Da sie sich im Urlaub befindet, war sie für ein Gespräch nicht zu erreichen. Gemeinsam mit ihr und den Hebammen sei lange nach einer Lösung für die Entbindung gesucht worden. Aber an der Tatsache, dass in Oschatz zu wenige Kinder geboren werden, kam niemand vorbei. Daran konnten auch Angebote wie Stillcafé oder Baby-Schwimmen nichts ändern.

Wichtig zu wissen sei für Schwangere ab der 20. Schwangerschaftswoche, dass die stationäre und ambulante Aufnahme in der „Collm Klinik“ ab Sonnabend nicht mehr möglich ist. Die Grund- und Regelversorgung für die betreffenden Frauen wird jedoch weiterhin gewährleistet, ebenso die Behandlung von Müttern nach der Geburt mit gesundem Neugeborenen. „Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Notaufnahme müssen immer vorab die notwendigen Dokumente einsehen. Wenn bei schwangeren Frauen Unsicherheit auftritt, wird geraten, in die nächstgelegene Klinik zu fahren“, informiert die Klinik-Geschäftsführerin Sabine Trudel.

Zur Grund- und Regelversorgung im Oschatzer Krankenhaus gehören die Fachgebiete Gynäkologie, Innere Medizin, Orthopädie und Chirurgie: „Behandelt werden drohende oder inkomplette Fehlgeburten; Bauchhöhlen- Schwangerschaften; Schwangerschaftserbrechen; operative und medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche; Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel mit internistischen, chirurgischen oder orthopädischen Krankheitsbildern“, informiert die Geschäftsführerin.

Weiterhin behandelt würden Frauen im Wochenbett (ab etwa zweiter Woche nach der Entbindung) mit Beschwerden beim Stillen, Brustentzündung, Blutungen, zum Beispiel. „Mütter mit ihrem gesunden Neugeborenen können stationär aufgenommen werden. Zu beachten ist, dass wir keine kinderärztliche Versorgung im Krankenhaus vorhalten.“

Weitere Info: www.collm-klinik-oschatz.de

Von Gabi Liebegall

Oschatz 51.3006128 13.1059825
Oschatz
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