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Oschatz Oschatzer Geisterbilder lösen Diskussion im sozialen Netzwerk aus
Region Oschatz Oschatzer Geisterbilder lösen Diskussion im sozialen Netzwerk aus
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14:39 05.04.2018
Diese Stadtansicht von Oschatz könnte schon bald für Probleme beim Fotografieren sorgen. Quelle: privat
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Oschatz

Die trostlosen Bilder aus Oschatz, die der Privatfernsehsender RTL zur Illustration der Weihnachtsrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verwendet hat, bleiben weiter ein Aufreger. Nach dem OAZ-Bericht streiten sich in den sozialen Netzwerken die Geister, wie viel Leben in Oschatz steckt, wird diskutiert, ob die RTL-Bilder tatsächlich die Oschatzer Realität widerspiegeln.

Und so wird im sozialen Netzwerk diskutiert: Gerlinde Götze: „Ich hab es auch im Fernsehen gesehen und gedacht hähh, hähh bin ich jetzt im falschen Film? Ich lebe gern in Oschatz. Und ich finde, da gibt es viel schlimmere Nester in unserer Umgebung.“ Jörg Reinhardt unterdessen meint: „Was regen sich die Leute auf? Es entspricht doch der Wahrheit, dass in Oschatz nichts los ist, hier kann man 16 Uhr die Bürgersteige hochklappen und keinen stört es.“ Reinhard Fahrenbruch kommentiert: „Zum Glück waren die nicht in Zella-Mehlis.“ und Joachim Kneist ergänzt: „Oder in Eilenburg.“ Und Gerit Merker schreibt: „Da ist ja auch nix los,wie bei uns in der Großen Kreisstadt, aber hier ist der Hund begraben.“ Via Facebook verkündet Florian Stehl: „Ich habe RTL eine Mail zu dem Bericht gesendet. Ich hoffe, dass es auch viele andere tun, damit sie auch merken, dass wir sowas nicht mit uns machen lassen.“ Und zu guter Letzt meint Thomas Scheibel Augen zwinkernd: „Es wäre wünschenswert, wenn der Bundespräsident das richtigstellt.“

Übrigens sprach der Bundespräsident in seiner Rede von Orten, „in denen es schon lange keine Tankstelle mehr gibt oder Lebensmittelgeschäfte, die Gaststätte geschlossen wurde, der Weg zum Arzt immer weiter wird und die letzte Busverbindung eingestellt wurde“. Der momentane Ist-Zustand von Oschatz : drei Tankstellen, ein Krankenhaus, mehrere Gaststätten, viele Lebensmittelgeschäfte und ein funktionierendes Nahverkehrssystem. Was natürlich nicht bedeutet, dass es verbesserungswürdig wäre.

Von Hagen Rösner

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