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Oschatz Oschatzer Geschäfte an drei Sonntagen offen
Region Oschatz Oschatzer Geschäfte an drei Sonntagen offen
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17:49 27.03.2015
Oschatz

Von Hagen Rösner

Der Antrag für die entsprechenden Sonntage wurde von der Oschatzer Werbegemeinschaft eingereicht. Die jeweiligen Termine sind mit inzwischen schon traditionell gewordenen innerstädtischen Veranstaltungen gekoppelt. So wird bereits in Kürze, nämlich am 12. April, wieder das Oschatzer Frühlingsfest auf dem Neumarkt stattfinden. Dafür ist inzwischen schon die Werbung angelaufen. Für den 11. Oktober ist das Herbstfest der Oschatzer Werbegemeinschaft geplant. Und am 6. Dezember, dem zweiten Adventssonntag, ist der Oschatzer Weihnachtsmarkt terminiert. Entsprechend den Gesetzlichkeiten des Freistaates hätte der Stadtrat auch die Möglichkeit gehabt, noch einen vierten verkaufsoffenen Sonntag zu genehmigen. Doch diese Variante wurde von der Oschatzer Werbegemeinschaft nicht in Anspruch genommen. "In den vergangenen Jahren hatten wir immer noch einen vierten Termin benannt bekommen. Das war das Datum für das Glühweinfest. Das wird aber seit dem vergangenen Jahr sonnabends durchgeführt, weil zwei Sonntage hintereinander in der Weihnachtszeit nicht geöffnet sein darf", erläuterte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) vor der Beschlussfassung.

Bei der Abstimmung über die Öffnungszeiten enthielt sich CDU-Stadtrat Albert Pfeilsticker seiner Stimme. Er begründete: "Ich tue dies, weil ich als Bürger von Oschatz sehe, dass die Innenstadthändler die vom Ladenschlussgesetz vorgesehenen Öffnungszeiten, die ohne Beschluss vom Stadtrat möglich sind, nicht ausschöpfen. Das gilt besonders am Sonnabend, da muss man sich eine Liste machen, welcher Laden wann offen hat und kreuz und quer durch die Stadt gehen. Das ist ein unhaltbarer Zustand." In der allgemeinen Kritik zur Sonntagsöffnung gibt es offenbar eine Übereinstimmung von CDU und Linke. Denn auch Thomas Schneider von den Linken - er ist nicht nur Stadtrat, sondern auch Gewerkschaftssekretär für den Handelsbereich, äußerte Bedenken zur Sonntagsöffnungszeit. "In der Verfassung ist der Sonntagsschutz sehr hoch gehängt. Man sollte den Sonnabend als Einkaufstag stärker ausbauen und dafür weniger auf den Sonntag zurückgreifen", sagte Schneider, der im gleichen Atemzug aber auch die Aktionen der Oschatzer Werbegemeinschaft lobte.

Katrin Hanel, Stadträtin bei den Freien Wählern und Oschatzer Händlerin, sieht dies anders. "Wir können als Stadt Oschatz die Sonntagsöffnungszeiten ablehnen. Aber die anderen Städte machen es und ziehen dann die Kaufkraft in ihre Städte, ganz zu schweigen von den großen Städten wie Leipzig oder Dresden. Auch wir Händler haben einen freien Sonntag verdient, aber können nicht darauf verzichten, weil wir hier in der Stadt überleben wollen." Letztlich genehmigte der Stadtrat die drei verkaufsoffenen Sonntage.

Hagen Rösner

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