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Oschatzer Heimatfreunde an der Wiege des Eisenpulvers

Oschatzer Heimatfreunde an der Wiege des Eisenpulvers

Eisenpulver, Wasserkraft, Musikautomaten und ein kleines Stück Karton führten die Oschatzer Philokartisten mit Gästen aus Grimma und Schwerin zum 3. Sommertreffen der Oschatzer Philokartisten zu einem einzigartigen Kulturdenkmal der Mühlengeschichte - in die Eisenpulvermühle Elstertrebnitz.

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In Elstertrebnitz besuchten die Oschatzer Philokartisten eine Mühle in der Eisenpulver hergestellt wurde. Heute ist die Eisenmühle Museum, Pension und Veranstaltungsort.

Quelle: Julian Hunger

Begrüßt wurden die Oschatzer Gäste vom Eigentümer-Ehepaar Anne-Sabine und Jost Mucheyer. Die erste Station führte die Besucher, wie von Fotograf und Philokartist Günther Hunger zu erfahren war, zur Wasserkraftanlage am Elstermühlgraben. Die wird seit dem 12. Jahrhundert genutzt. Bei Geschichten aus der Historie der Wassermühle und der Wasserkraft seien die Philokartisten ins Schwärmen gekommen. Es habe viele Fachgespräche mit Jost Mucheyer und dem Obermüller Rolf Hering aus der Obermühle Oschatz gegeben, die beide mit ihrem Wissen für weitere interessante Informationen sorgten.

 

"Die zweite Station war die letzte Eisenpulvermühle in Deutschland in Elstertrebnitz, Ortsteil Oderwitz", so Günther Hunger. Im Jahr 1915 sei der Neubau der Eisenpulvermühle auf den Fundamenten der Mühle von 1764 erfolgt.

 

"Zur Herstellung von Eisenpulver wurden ein Meter lange, 80 Millimeter breite und 40 Millimeter dicke Eisenstäbe sechs Wochen lang mit Hilfe von Turbinen aneinander gerieben." Das entstandene Eisenpulver sei für Medikamente, Wunderkerzen, Feuerwerkskörper, Zündkerzen, Magnettafeln, Glühfäden und Fernsehröhren verwendet worden. Nachdem die Mühle 1960 in der DDR Volkseigentum geworden war, konnte sie 1990 nach der Wende an die ehemaligen Besitzer zurückgeführt werden. Der Produktionsbetrieb für Eisenpulver wurde 1992 eingestellt.

 

Nach der Übernahme des baufälligen Gebäudes im Spätsommer 2007 durch die neuen Eigentümer, "Familie Mucheyer, wurde mit der Instandsetzung begonnen und heute, im Sommer 2015, genau im 100. Jahr ihres Bestehens, präsentiert sich die im spätklassizistischen Stil erbaute Eisenmühle als vielseitiger Veranstaltungsort, Museum und Landpension".

 

Für die Philokartisten und die neuen Besitzer war es verwunderlich, dass bisher noch keine historische Ansichtskarte von der Eisenmühle gefunden wurde. "Die seit 2010 bestehende Musikinstrumenten-Sammlung war die dritte Station, und Jost Mucheyer begeisterte die Gäste mit Orchestrien wie Drehorgeln und selbst spielenden Instrumenten." Zum Abschluss habe sich Anne-Sabine Mucheyer für die Philokartisten etwas Besonderes einfallen lassen: "Jeden Platz schmückte ein liebevolles Arrangement mit Ansichtskarten."

 

Gern empfehlen die Philokartisten das Kulturdenkmal - vielleicht auch mit einer Ansichtskarte aus vergangener Zeit. Postkartensammler Hermann Schöne meinte: "Es war interessant, was wir bei Familie Mucheyer und ihrer Eisenmühle zum Sommertreffen erleben durften. Danke den Gastgebern und Organisatoren."

Gabi Liebegall

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