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Oschatzer Heimatverein bringt Postkarten-Serie heraus

Geschichte Oschatzer Heimatverein bringt Postkarten-Serie heraus

Mit seiner Postkartenreihe „Oschatzer Köpfe“ erinnert der Geschichts- und Heimatverein an herausragende Persönlichkeiten, die in Oschatz geboren sind oder hier gelebt haben. Darunter sind mutige Unternehmer ebenso wie beherzte Politiker oder Künstler. Frauen gibt es in dieser Reihe allerdings nur wenige.

Mit der Serie „Oschatzer Köpfe“ wird an verdiente Persönlichkeiten der Stadt erinnert.

Quelle: privat

Oschatz. Die Postkartenserie „Oschatzer Köpfe“ ist das jüngste Produkt des Geschichts- und Heimatvereins und soll an herausragende Männer und einige Frauen erinnern, die mit der Stadt verbunden werden. „Es handelt sich dabei um Persönlichkeiten, die in Oschatz geboren sind oder hier einmal gelebt und den Namen der Stadt in die Welt getragen haben“, sagte Manfred Schollmeyer bei der Vorstellung der Reihe zum jüngsten Philokartistenstammtisch. Man habe diese Karten anlässlich des 25-jährigen Bestehen des Vereins zusammengestellt, erklärte er. Dabei sei der Fokus auf Personen des 19. und 20. Jahrhunderts gelegt worden.

Manfred Schollmeyer (r) stellt die Postkartenserie beim Philokartistenstammtisch vor

Manfred Schollmeyer (r.) stellt die Postkartenserie beim Philokartistenstammtisch vor.

Quelle: Günther Hunger

Jeweils vier Köpfe sind auf insgesamt sieben Karten verewigt. Neben Namen, Geburts- und Sterbejahr finden sich darauf jeweils auf kurze Angaben zu den Aufgaben, Ämtern und Verdiensten der ausgewählten Personen. Viele davon sind Namensgeber für Oschatzer Straßen. Zum Beispiel Heinrich Karl Eichstädt, nach dem ein Teil der Promenade benannt ist. „Das ist für mich wissenschaftlich der bedeutsamste Oschatzer“, gestand Schollmeyer. Der 1771 geborene Philologe war Rektor der Universität in Jena und erlangte durch seinen Briefwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe Bekanntheit, sagte er. 1839 haben die Oschatzer Stadträte Eichstädt zum Ehrenbürger gemacht.

Natürlich fehlen bei der Auswahl weder Magister-Hering noch der Oschatzer Sparkasse-Gründer Schmorl, Bürgermeister Robert Härtwig oder Ambrosius Marthaus, der 1834 die Oschatzer Filzfabrik gründete. Aber auch weniger bekannte Oschatzer haben es auf die Karten geschafft. Einer von ihnen ist Ludwig Theodor Zöllner, der 1796 in Oschatz geboren wurde. „Er ist relativ unbekannt“, räumte Manfred Schollmeyer ein. Doch ein Blick auf den Mann lohne: „Er hat die meiste Zeit in Dresden gelebt und gilt als einer der bedeutendsten Lithografen des 19. Jahrhunderts.“ Arbeiten von Zöllner finden sich heute bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder im Fine Arts Museum von San Francisco. Ein Beispiel für einen jüngeren Oschatzer Kopf nannte Schollmeyer auch: Emil Richter (1855 bis 1905). Der Buchbinder, Papierhändler und Verleger war zwar gebürtiger Freiberger, kam aber schon bald als Geschäftsmann nach Oschatz und hatte Läden in Lutherstraße und Altoschatzer Straße sowie eine Buchbinderei in der Rosmarinstraße.

Nur drei Frauen haben es auf die Postkarten des Geschichtsvereines geschafft. Zwei davon, Auguste, Therese Bieger und Wilhelmine Nuster, haben im 19. Jahrhundert die Wollwarenfabrikation in Oschatz mitbegründet. Außerdem wird an Gertrud Ludwig erinnert. „Sie hatte sich mit dafür eingesetzt, dass Oschatz bei Kriegsende kampflos an die Alliierten übergeben“, blickte Manfred Schollmeyer auf das Engagement der Ehrenbürgerin zurück, die 2001 in Berlin verstorben ist.

Die Postkartenreihe „Oschatzer Köpfe“ ist für 4,50 Euro in der Buchhandlung Roscher, dem Stadt- und Waagenmuseum sowie in der Oschatz-Information erhältlich.

Von Jana Brechlin

Oschatz 51.3006128 13.1059825
Oschatz
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