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Oschatz Oschatzer Hobbymeteorologe hat Sturm und Regen auf dem Schirm
Region Oschatz Oschatzer Hobbymeteorologe hat Sturm und Regen auf dem Schirm
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00:19 30.07.2017
Sebastian Schuffenhauer zeigt das Display seiner neuen Wetterstation. Im Laptop hat er zudem weitere Informationen zu Unwetter und Sturm stets abrufbereit. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Auf zwei Tage Regen folgt Montag – dieses Klischee über Schlechtwetter-Wochenenden kann Sebastian Schuffenhauer nicht bestätigen. „Ich halte davon ebenso wenig wie von den meisten Bauernregeln“, sagt der 33-Jährige. Wenn der Oschatzer Wetterbeobachter und Hobbymeteorologe an Sonntagen mit Kind und Kegel unterwegs ist, freut er sich meist über Sonnenschein. „Wenn es anders kommt, kann ich mich darüber ärgern, aber es nicht ändern“, sagt er. Nicht zuletzt deshalb traut er auch Wetter-Apps auf dem Smartphone nur wenig.

Das Wetter kann nicht exakt vorhergesagt, gemessen, oder gar bis ins Detail berechnet werden. Allerdings könne sich jeder auf vorausgesagte Extreme vorbereiten – ob sie dann tatsächlich eintreten, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Außerordentliche Naturgewalt weckte Faszination für die Meteorologie

Die Unvorhersehbarkeit von Wetterphänomenen hat der junge Mann gemeinsam mit anderen Menschen vor mehr als zehn Jahren zu spüren bekommen. Im Januar 20017 fegte der Orkan Kyrill über Deutschland und damit auch Schuffenhauers damaligen Wohnort Bautzen – und richtete erhebliche Schäden an. Diese außerordentliche Naturgewalt weckte seine Faszination für die Meteorologie. Von da an informierte er sich tiefgründig, stellte Vergleiche an und kaufte sich schon bald seine erste Wetterstation.

Seit dem Umzug nach Oschatz im Jahr 2009 liefert der als Gebäudereiniger tätige Familienvater für die Stadt und die umliegende Collm-Region belastbare Daten rund um das Wettergeschehen. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oschatz ist er mit anderen Rettern und Helfern in ganz Deutschland und weiteren Wetterbeobachtern vernetzt – über das Internet gelingt der Austausch ruck zuck und auch auf die Daten und Bewertungen eines echten Profis hat Schuffenhauer binnen Sekunden Zugriff: „Jörg Kachelmanns Seite ist perfekt aufbereitet. Und seine Messungen unterscheiden sich oft nur minimal von meinen.“ Eine eigene Internetseite für sein Hobby zu betreiben, ist ihm dann doch zu teuer. „Da kostet allein die Software schon 200 Euro.“

Sebastian Schuffenhauer warnt vor Panikmache wegen „Ekel Alfred“

Treten extreme Gewitter, Stürme und Ähnliches auf, kommt Oschatz meist mit einem blauen Auge davon. Warum das so ist, erklärt sich der junge Oschatzer vor allem durch den Collm und den Liebschützberg als Wetterscheiden sowie die angrenzenden Flüsse Elbe und Mulde und die zahlreichen Seen im Leipziger Umland, die solche besondere Wetterlagen in der Regel abmildern.

Von Christian Kunze

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