Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 11 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Oschatzer Horrorclown ist kein Ersatz für Oleg Popow

Achtung, Satire! Oschatzer Horrorclown ist kein Ersatz für Oleg Popow

Sein Gesicht kannten alle, seinen Namen beinahe jeder: Zirkusclown-Legende Oleg Popow hat seinen letzten Witz gemacht. In die Trauer um den Tod das Komik-Urgesteins mischt sich Ernüchterung. Denn der einzige Mann, der Popow beerben könnte, strebt stattdessen nach einem Bundestagsmandat. Sie wissen nicht wer, gemeint ist? Na, Rüdiger Kleinke aus Delitzsch!

Oleg Popow ist tot. Sein legitimer Erbe Rüdiger Kleinke zeiht es jedoch vor, für den Bundestag zu kandidieren.

Quelle: dpa

Oschatz. Oleg Popow ist tot. Nun gibt es nur noch Horrorclowns. Einer von ihnen lauerte jetzt einer Radfahrerin in der Oschatzer Promenade auf. Besucher des Zirkus Robini konnten dagegen beruhigt in die Vorstellung gehen. Die Künstler hatten ihr Zelt am Finanzamt in der Dresdener Straße aufgeschlagen. Und beim Gedanken an diese Behörde gruselt es einem vor vielem, aber nicht vor Clowns.

Wir brauchen neue Zirkuskomiker. Rüdiger Kleinke aus Delitzsch studierte Mathematik und Physik auf Lehramt, wechselte der Zahlenliebe wegen in die Finanzbranche und eröffnete, als er es dort nicht mehr aushielt, einen Online-Weinhandel. Kleinke ist zudem Präsident des Delitzscher Carneval-Vereins. Diese geballte Lebenserfahrung macht ihn eigentlich zum legitimen Nachfolger Oleg Popows. Aber nein, der 47-Jährige versucht es zunächst im Deutschen Bundestag. Die SPD nominierte ihn für die Kandidatur im Wahlkreis Nordsachsen.

Schafft Kleinke es ins Parlament, darf er an der ein oder anderen Reform mitwirken. Keine Reform, dafür die Reformation vor 499 Jahren feierten die Christen Anfang der Woche – auch in Oschatz. Erinnernd an die 95 Thesen, die Martin Luther im Jahr 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben soll, kann auch Jedermann im Büro seine eigene Reformation machen. Notwendig sind dafür weder Hammer, Nägel noch unnötig viel Papier. Der moderne Reformator greift zu seinen Haftnotizen und pappt 95 Post-Its an Bürotür, PC oder wahlweise die leere Wand gegenüber. Und wer mit Religion so gar nichts am Hut hat, der malt statt dessen auf die Klebezettel lustige Clownsgesichter. Oleg Popow würde sich freuen.

Von Christian Kunze

Oschatz 51.3006128 13.1059825
Oschatz
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Sehen Sie hier einen Rückblick auf das LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Auf dem Lutherweg

    Spannende Entdeckungsreise mit Martin Luther: Die LVZ pilgert zum Jubiläumsjahr der Reformation 2017 auf dem Lutherweg. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr