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Oschatz Oschatzer Horrorclown ist kein Ersatz für Oleg Popow
Region Oschatz Oschatzer Horrorclown ist kein Ersatz für Oleg Popow
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15:00 06.11.2016
Christian Kunze Quelle: ALL
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Oschatz

Oleg Popow ist tot. Nun gibt es nur noch Horrorclowns. Einer von ihnen lauerte jetzt einer Radfahrerin in der Oschatzer Promenade auf. Besucher des Zirkus Robini konnten dagegen beruhigt in die Vorstellung gehen. Die Künstler hatten ihr Zelt am Finanzamt in der Dresdener Straße aufgeschlagen. Und beim Gedanken an diese Behörde gruselt es einem vor vielem, aber nicht vor Clowns.

Wir brauchen neue Zirkuskomiker. Rüdiger Kleinke aus Delitzsch studierte Mathematik und Physik auf Lehramt, wechselte der Zahlenliebe wegen in die Finanzbranche und eröffnete, als er es dort nicht mehr aushielt, einen Online-Weinhandel. Kleinke ist zudem Präsident des Delitzscher Carneval-Vereins. Diese geballte Lebenserfahrung macht ihn eigentlich zum legitimen Nachfolger Oleg Popows. Aber nein, der 47-Jährige versucht es zunächst im Deutschen Bundestag. Die SPD nominierte ihn für die Kandidatur im Wahlkreis Nordsachsen.

Schafft Kleinke es ins Parlament, darf er an der ein oder anderen Reform mitwirken. Keine Reform, dafür die Reformation vor 499 Jahren feierten die Christen Anfang der Woche – auch in Oschatz. Erinnernd an die 95 Thesen, die Martin Luther im Jahr 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben soll, kann auch Jedermann im Büro seine eigene Reformation machen. Notwendig sind dafür weder Hammer, Nägel noch unnötig viel Papier. Der moderne Reformator greift zu seinen Haftnotizen und pappt 95 Post-Its an Bürotür, PC oder wahlweise die leere Wand gegenüber. Und wer mit Religion so gar nichts am Hut hat, der malt statt dessen auf die Klebezettel lustige Clownsgesichter. Oleg Popow würde sich freuen.

Von Christian Kunze

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