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Oschatz Oschatzer Hundehalter: „Unsere Tiere werden gereizt“
Region Oschatz Oschatzer Hundehalter: „Unsere Tiere werden gereizt“
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15:14 29.06.2016
Auch kleine Hunde können gefährlich werden, wenn man ihnen zu nahe kommt. Quelle: dpa
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Oschatz/Malkwitz

Der Fall des von einem Hund gebissenen Mädchens im O-Schatz-Park sorgt weiter für Gesprächsstoff – auch im Internet. Die Polizei sucht noch immer die Halter des Tieres, der am Sonntagnachmittag ein Kleinkind am Ellenbogen verletzt, so dass es ambulant behandelt werden musste.

Den gestrigen OAZ-Beitrag kommentieren Hundebesitzer mit einem eindeutigen Tenor – dass nicht allein das Verhalten der Besitzer und ihrer Tiere eine Rolle spielt. Janett Rohnstock aus Oschatz meint: „Wenn das Halter-Ehepaar wirklich verschwunden ist, dann ist das schwach von den Besitzern.“ Ein generelles Hundeverbot hält sie aber für „Unfug“. Denn „das hätte überall in der Stadt passieren können.“ Schade sei, dass nun alle Hundehalter am Pranger stünden und Konsequenzen zu befürchten hätten. „Oft sind es Kinder oder Erwachsene, die sich unangemessen dem Tier gegenüber verhalten und der Halter hat kaum eine Chance, zu reagieren.“

Ähnlich sieht das Bernhard Müller aus Malkwitz. „Ehe sich alle Hundehasser gegenseitig hochschaukeln, sollte der genaue Hergang dieses Falles dargestellt werden.“ Der Rentner selbst habe im O-Schatz-Park erlebt, dass ihm eine Familie mit drei kleineren Kindern auf der gesamten Breite des Weges entgegen kam. „Ein Kind lief geradewegs auf meinen Hund zu. Ich musste stehen bleiben und stellte mich vor mein Tier. Dabei rempelte mich das Kind noch an“, schildert Müller und schlussfolgert: „Ich hätte etwas mehr Sorgfalt von den Eltern erwartet, aber es fiel kein Wort darüber.“

Günther Jentzsch ist regelmäßig mit seinem Yorkshire-Terrier in O-SchatzPark unterwegs. „Natürlich mit Leine“, betont er. Oft erlebe er, dass Besucher quer über den Weg liefen und damit die Hunde regelrecht reizten. „Das muss nicht sein“, sagt der Mannschatzer. Jentzsch hält es für falsch, alle Besitzer über einen Kamm zu scheren. „Egal, ob ein Hund klein oder groß ist: Er ist ein Lebewesen, das unseren Respekt verdient und so sollte man sich auch verhalten“. Und: „Etwas Toleranz schadet keinem, auch dem nicht, der keine Hunde mag.“

Von Christian Kunze

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