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Oschatzer Hundehalter fordert striktere Kontrollen des Leinenzwangs

Nach tragischem Terrier-Tod Oschatzer Hundehalter fordert striktere Kontrollen des Leinenzwangs

Roman Glinski ist sauer: Nachdem im O-Schatz-Park ein Terrier von einer Dogge tot gebissen wurde, meidet der Oschatzer mit seinem Bichon Frisè das Areal. Er fordert eine striktere Kontrolle des Leinenzwangs und empfiehlt des Haltern großer Hunde, mit ihren Tieren außerhalb der Stadt Gassi zu gehen – wo sie auch frei herumlaufen könnten.

Egal ob großer oder kleiner Vierbeiner: Hunde gehören an die Leine.

Quelle: Foto: Volkmar Heinz

Oschatz. Der von einer Dogge totgebissene Terrier im O-Schatz-Park sorgt weiter für Gesprächsstoff. Jetzt meldet sich Roman Glinski, Inhaber einer Tischlerei in Oschatz und selbst Halter eines Kleinhundes, zu dem Vorfall zu Wort.

Glinski meidet seit geraumer Zeit schon zum „Gassigehen“ mit seinem Bichon Frisè den Stadtpark, weil es dort „einfach zu gefährlich“ für kleine Hunde sei. „Große Hunde ohne Leine sind urplötzlich hinter dir und alles andere hat man dann nicht mehr in der Hand. Superschlaue Hinweise von den Haltern, man solle doch den Hund abmachen, runden die Situation ab“, sagt Glinski. Die Halter größerer Hunde fühlten sich dann auch noch gut dabei – schließlich stärke so ein Tier das eigene Selbstbewusstsein. „Aber dass mein kleinerer Hund dann, vielleicht aus Angst, nur noch weg will und abhaut, begreifen diese Tierfreunde nicht. Meinen diese ausgesprochenen Hundeexperten etwa, ich schaue noch dabei zu, wie mein Bichon verletzt oder gar getötet wird?“, treibt es der Tischlermeister auf die Spitze. Ob sich Hunde„ grün“ sind, könne man erst mal mit Leine ausprobieren. Besitzer kleinerer Hunde, so der Oschatzer, wollen einfach nur unbelästigt mit ihren Lieblingen spazieren gehen: „Wem wir da begegnen möchten, das entscheiden wir immer noch selbst“.

Roman Glinski wich also für seine „Runde“ samt Vierbeiner auf den O-Schatz-Park aus, den er seit dem tragischen Terrier-Tod jedoch ebenso meidet. „Das ist ein Familienpark, ein Ort, an dem kleine Kinder spielen und schon allein deshalb kein Ort für große Hunde.“ Angesichts immer mehr leinenloser Großhunde auf dem Areal fehlen ihm die Worte. Bedenklich stimmt den 41-Jährigen ein Vorfall am Vormittag des 7. Februar im O-Park. Er war mit seiner zwei Jahre alten Tochter („Auch nicht viel schwerer als ein Kleinhund“) am Rosensee, da kam ein ausgewachsener Schäferhund. Der Halter legte ihn erst 20 Meter vor den ersten Kindern an die Leine. „Muss es denn erst wieder ein Kind treffen, ähnliche Fälle gab es schon genug“. Was die Betroffenen im Vorfeld immer hören, sei: „Der beißt nicht“ und danach: „Das hat der noch nie gemacht“. Wie ein Hund in einer ungewohnten Situation reagiert und vor allem wie schnell das passiert, könnten selbst Hundetrainer nicht abschließend erklären und raten beim Ausführen in der Stadt dazu, die Vierbeiner anzuleinen

Roman Glinski zahlt Hundesteuer, räumt die Hinterlassenschaften seines Bichons weg und glaubt, sich überall im Stadtgebiet sorgenfrei mit seinem Tier bewegen zu dürfen. Er hat nichts gegen große Hunde, nur dagegen, dass sie ohne Leine in der Stadt geführt werden. „Für Leinenmuffel gibt es genug geeignete Flächen außerhalb der Stadtgrenzen. Die Freiheit einzelner großer Hunde darf nicht höher bewertet werden als die Sicherheit von Kindern und Kleinhunden.“ Ein kleiner Hund zwicke möglicherweise ein bisschen, könne aber weder Mensch noch Tier ernsthaft verletzen. „Ganz anders sieht es aus, wenn sich ein 50 Kilogramm schwerer Hund in einen kleineren verbeißt. Der lässt erst ab, wenn alles zu spät ist. Herr Schurig (der Halter des totgebissenen Terriers, d.Red.) musste sich das mit anschauen. Was genau passierte, wissen nur die Beteiligten, aber für mich ist da noch einiges unschlüssig“.

Zum Stand der Ermittlungen im Fall des von einer Dogge totgebissenen Terriers erfuhr die OAZ am Dienstag auf Nachfrage im Oschatzer Polizeirevier keine Neuigkeiten.

In Urlaubsgebieten wie dem Allgäu oder an zahlreichen Badeorten der Ostsee, sei Leinenzwang kein Problem. „Es funktioniert dort, weil Leute ihre Meinung sagen und Ämter tätig werden“, so Glinski. „Da kann man mit Familie und Hund spazieren gehen, ohne sich ständig umdrehen zu müssen“.

Von Christian Kunze

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