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16:58 08.12.2014
Veranstaltungen am Skatepool und weitere Informationen für Jugendliche werden auf dem neuen Internetauftritt für dieses Zielgruppe zusammengeführt. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von christian kunze

Die Ansichten gehen auseinander. Ausgehend von einer Initiative des Bundessozialministeriums entstand die Seite für die jungen Oschatzer (wir berichteten).

Die Verwaltung folgte dem Wunsch der erwachsenen Stadträte, den aktuellen Stand des Projektes vorzustellen. "Die Seite hat Potenzial", so Jugendarbeiter René Werner, der die Plattform mit Verwaltungsmitarbeiter David Kunze und den fünf Jugendstadträtinnen betreut. Laut Jugendrätin Luisa Heinichen mangele es nicht an Ideen für die Präsenz. So wolle man interessierten Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich online für einen Sitz im Jugendstadtrat zu bewerben. Treffpunkte in und um die Stadt und andere entsprechende Angebote zusammentragen und eine Börse für Ferienjobs, Praktika und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ausbauen. Doch bisher habe es kaum Gelegenheiten gegeben, bei denen alle Beteiligten zusammenkamen, um "Nägel mit Köpfen" zu machen. "Die Arbeit muss künftig besser koordiniert werden, um die Wahrnehmung für den Jugendstadtrat und die Seite zu schärfen", räumte René Werner selbstkritisch ein.

Um ansprechend zu sein und Aufrufe zu generieren, müsse die Seite leben, sagte Stadtrat Wolfgang Köhler (CDU). "Die Seite ist langweilig und nicht aktuell. Das ist ein Armutszeugnis. Ich schätze das Engagement der Jugendlichen. Wenn es aber an Struktur fehlt, nützen alle Bemühungen nichts. Ich erwarte wenigstens ein klares Ziel, was innerhalb dieses Jahres noch geschafft werden soll", sagte er.

Die Verlinkungen mit dem sozialen Netzwerk Facebook und der Homepage der Stadtverwaltung Oschatz seien positiv, merkten Stefan Bräuer (SPD) und Falk Zschäbitz (FDP) an. Zudem werben die Jugendräte in Schule und Freundeskreis dafür.

Unterschiedliche Meinungen gibt es zum Bereich Ferienarbeit und Praktika auf der Internetseite. Während die Jugendlichen erwägen, Jungen und Mädchen durch Erfahrungsberichte die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen, votierten die Erwachsenen dafür, Firmen die Chance zu geben, sich auf dem Jugendportal selbst vorzustellen oder die eigene Internetseite dort verlinken zu lassen. Ein Prozedere, das auch bei David Kunze Zustimmung fand. "Wenn wir allzu negative Bewertungen veröffentlichen, schneiden wir uns ins eigene Fleisch. Davon rate ich dringend ab", sagte Stadtrat Stefan Helbig (CDU).

Das Für und Wider eines Rundbriefs an Unternehmen wurde diskutiert. "Es gibt Firmen, die können sich vor Anfragen nicht retten. Und wieder andere, die wir nicht berücksichtigen, obwohl sie es anbieten, fühlen sich vielleicht übergangen", sagte René Werner. Beigeordneter Jörg Bringewald regte an, den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft mit einzubeziehen. "Die dort Engagierten haben einen detaillierten Einblick in den Bedarf an Ferienarbeit und Praktika in den Firmen der Region." © Kommentar

https://oschatz.info/jsr/

Christian Kunze

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