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Oschatz Oschatzer Jugendstadtrat findet Nachahmer in Delitzsch
Region Oschatz Oschatzer Jugendstadtrat findet Nachahmer in Delitzsch
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10:46 07.03.2018
Neuer Jugendstadtrat Oschatz Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz/Delitzsch

Sechs Jungen und zwei Mädchen bewerben sich dieses Jahr um einen Sitz im neuen Oschatzer Jugendstadtrat. Der Wahlvorstand bestätigte jetzt alle eingegangenen Kandidatenvorschläge. Gewählt werden kann online vom 12. bis 25. März.

Die männlichen Bewerber sind allesamt neu, während die weiblichen bekannte Gesichter sind: Emily Griehl (19) aus Mannschatz und Jessica Gühne (18) aus Oschatz gehören dem Gremium bereits an und stellen sich zu Wiederwahl. Während sich Emily Griehl in Ausbildung befindet, absolviert Jessica Gühne derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Region. Die männlichen Kandidaten sind Tim Reinhardt (16), Felix Haugk (14) , Tim Lieback (14) und Luca Kretschmer (15), allesamt Oschatzer Schüler Schüler der Oberschule Robert Härtwig, sowie Dario Bäger (14) vom Thomas-Mann-Gymnasium und der Auszubildende Dominik Leuschner (16).

Oschatzer Rat ist Vorbild für Delitzsch

Künftig können die jungen Abgeordneten entscheiden, wofür das Geld aus dem Oschatzer Jugendfonds verwendet wird, bei weiteren jugendrelevanten Themen mitreden und Entscheidungen fällen. Ins Leben gerufen und umgesetzt wurde die Idee in Oschatz bereits im Jahr 2000, der Jugendstadtrat wird dieses Jahr sozusagen volljährig.

Dieses Modell beflügelt nun andere im Landkreis. In Delitzsch eifert man jetzt den Oschatzern nach: 20 Interessierte, vom Neuntklässler bis zum Abiturienten, wollen mehr Mitsprache für ihre Generation und ein Jugendparlament gründen. Anträge bei der Stadtverwaltung sind gestellt, Beschlussvorlagen eingereicht und eine Wahlordnung erstellt. Ziel ist es, Interessen der Jugendlichen noch besser zur Geltung zu bringen. Mitgestaltung und Mitwirkung wollen die Teenager für ihre Generation erreichen, parteipolitisch neutral, selbstständig arbeitend und unabhängig von Vereinen, Verbänden und Schulen – so wie es in Oschatz bereits funktioniert. Dazu fordern sie ein Budget von 1000 Euro für das schon laufende Jahr, mit dem die Arbeit unterstützt wird.

Das Delitzscher Rathaus ist das Ziel der Jugendlichen. Hier tagen Stadtrat und Ausschüsse, vielleicht auch bald mit ihnen. Quelle: Thomas Steingen

Der Stadtrat begrüßt die Idee durch die Bank weg, Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) will helfen und beraten. „Selten ist so aktiv über Politik diskutiert worden wie jetzt“, urteilt er. Das Jugendparlament soll – genau wie in Oschatz – als Plattform verstanden werden, Jugendliche an Kommunalpolitik heranzuführen.

Initiativen in Leipzig und Bad Düben

Jugendparlamente sind keine Einzelerscheinung mehr. In Bad Düben und Eilenburg sind solche jungen Räte zwar gegründet worden, verliefen dann aber im Sande oder sahen sich nach einiger Zeit mit Mitglieder- und Interessenmangel konfrontiert. Auch der Leipziger Stadtrat hat ein Jugendparlament, das sich zum Beispiel für Themen wie Pfandringe an Mülleimern zugunsten von bedürftigen Flaschensammlern einsetzt – mit diesem Antrag jedoch scheiterte.

Von Christian Kunze und Christine Jacob

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